Apetlon

Apetlon (ungarisch: Mosonbánfalva) ist eine Marktgemeinde mit 1772 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Sie liegt im Osten des Neusiedler Sees in der Region Seewinkel.

Geografie: Apetlon liegt im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel am Ostufer des Neusiedler Sees direkt an der ungarischen Grenze. Die Ortschaft selbst ist auf 120 Meter Seehöhe gelegen; im Gemeindegebiet liegt aber auch der mit 114 Meter Seehöhe tiefste Punkt Österreichs. Charakteristisch für die Landschaft dort sind weite, offene Ebenen und eine Salzflora, die viele kleine Lacken, wie etwa den Darscho, umgibt.

Geschichte: Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1318 erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Moson). Sein erster Name ist ungarisch "Vitézfelde" (Land der Recken), später "Apátlan" (Vaterlos), in einer Ausgabe der Wiener Zeitung des Jahres 1814 findet die Ortschaft als "Appetlohn" Erwähnung. Daraus wurde dann wahrscheinlich der heutige deutsche Name.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Apetlon seit 1991 (durch VO 79).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 5890, Wallernerstraße, auf einem quadratischen Sockel ist eine Art dorische Säule aufgesetzt und darauf eine Dreifaltigkeitsgruppe. Die Säule wurde 1885 von der Familie Fleischhacker gestiftet.
Figurenbildstock Rotes Kreuz: ObjektID: 5891, Steinpfeiler mit guter Pietà aus dem 18. Jahrhundert.
Friedhofskreuz: ObjektID: 5889, Steinkreuz mit trauernder Maria, bezeichnet Jacob Zida 1795 Eva Zidain, 1953 restauriert.
Hügelgrab Rosalia-Kapelle: ObjektID: 128984, Fuchsloch, die Kapelle wurde auf einem Hügelgrab aus der Bronzezeit errichtet.
Katholische Pfarrkirche Apetlon: ObjektID: 5886, Die römisch-katholische Pfarrkirche Apetlon steht in der Mitte des Ortes Apetlon in der Marktgemeinde Apetlon im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland. Die Pfarrkirche hl. Margaretha gehört zum Dekanat Frauenkirchen in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Die alte Pfarre wurde in der Reformation aufgehoben und 1702 wieder errichtet. Die Inschrift über dem Portal zeigt 1797 RNV 1892 Renov. 1939. Die Kirche wurde 1974/1975 mit Architekt Josef Patzelt erweitert. Die Einrichtung wurde 1976/1979 restauriert. Die Ostfassade mit einem geschweiften Giebel hat einen eingebundenen Fassadenturm mit einem Steinhelm. Das spätbarocke Joch hat ein Platzlgewölbe mit einer Empore mit einer breit vorgebauchten Brüstung auf zwei Steinsäulen. Daran schließt eine Erweiterung der Moderne. Der Hochaltar aus dem Ende des 18. Jahrhunderts hat Säulen mit Zopfornamentik und zeigt als Altarbild die hl. Margaretha mit einer bemerkenswerten Ikonographie mit L. Stiberger f. 1798 bezeichnet. Die Seitenfiguren stellen die Heiligen Nikolaus, Wendelin, Magdalena und Katharina dar. Der Seitenaltar zeigt das Gnadenbild Schwarze Madonna aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Der Kanzelkorb mit dem Relief Petri Fischzug ist mit 1800 bezeichnet. Die 14 Kreuzwegstationen sind aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Ölbild Pfingstwunder ist aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Neusiedler See: Seit Dezember 2001 ist der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel UNESCO-Weltkulturerbe.
Ortskapelle hl. Antonius: ObjektID: 5888, denkmalgeschützt seit 2017, befindet sich in der Illmitzerstraße.
Rosalienkapelle, Tschidakapelle: ObjektID: 5887, denkmalgeschützt seit 2015, die Kapelle, ein kleiner Giebelbau mit 3/8-Schluss, wurde anlässlich des Endes einer Pestepidemie im Jahr 1713 von Herrn Anton Tschida (Tschidakapelle) zu Ehren der Schutzheiligen Rosalia gestiftet.
Ziehbrunnen: in der Langen Lacke

Wirtschaft: In Apetlon wird hauptsächlich Weinbau betrieben. Der Fremdenverkehr besitzt ebenfalls große Bedeutung. Besonders im Mai kommen alljährlich zahlreiche Ornithologen aus ganz Europa, um die seltene Vogelwelt an der Langen Lacke und den vielen Pusztagebieten zu beobachten und zu fotografieren. Lange vor der Errichtung des Nationalparks war die Lange Lacke schon ein bedeutendes Naturschutzgebiet, in dem bereits vor über einhundert Jahren wissenschaftliche Datensammlung zur Vogelwelt betrieben wurde.

Sprache: Apetlonerisch ist ein eigener Dialekt im Seewinkel.

Persönlichkeiten:
Söhne und Töchter der Gemeinde:
Johann Kögl (1873–1947), Landwirt und Politiker
Michael Gangl (1885–1977), Geistlicher und Politiker
Lorenz Göltl (1889–1934), Landwirt und Politiker, von 1924 bis 1932 Bürgermeister von Apetlon
Gregor Munzenrieder (* 1947), ÖBB-Bediensteter und Politiker
Johann Loos (* 1949), Offizier des Bundesheers und Politiker, von 1982 bis 2007 Bürgermeister von Apetlon
Josef Münzenrieder (* 1950), Steuerberater und Politiker

Personen mit Bezug zur Gemeinde:
Wilhelm Hufnagl (1904–1994) Rundfunksprecher ORF und Schauspieler

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