Badersdorf

Badersdorf (ungarisch: Pöszöny, kroatisch: Pesem) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland. Badersdorf hat laut Statistik Austria 293 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2020). Durchflossen wird Badersdorf vom Gerenthbach und der Pinka. Am Kogelberg von Badersdorf entspringt der Rodlingbach.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Badersdorf ist die einzige Ortschaft und Katastralgemeinde in der Gemeinde.

Geschichte: Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 1221 als „Poszicz“ erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pöszöny verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Badersdorf zählt nicht zu jenen Gemeinden des Burgenlandes, die über einen ungarischen Bevölkerungsteil verfügen. Deshalb ist der ungarische Ortsname in der Umgangssprache verschwunden.

1970 wurde die selbständige Gemeinde Badersdorf in die Großgemeinde Kohfidisch eingegliedert. Nach einer Volksbefragung 1991 ist Badersdorf seit 1. Jänner 1993 wieder eine selbständige Gemeinde.

Wappen: Das Wappen wurde der Gemeinde am 17. Juni 2003 verliehen. Blasonierung: "In Blau eine goldene, eintürmige, mit einem Zwiebelturm gekrönte Kirche, begleitet von je drei unten verschränkten goldenen Getreideähren (vorne und hinten)."

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Amerikakreuz: Das Amerikanerkreuz befindet sich in Badersdorf und wurde 1906 mit Spendengeldern von nach Amerika ausgewanderten Ortsbewohnern errichtet. Das Kreuz wurde vom Bildhauer bzw. Steinmetz Ede Harkányi hergestellt, welcher um die Jahrhundertwende in Szombathely und später in Debrecen arbeitete. Das Amerikanerkreuz wurde in den Jahren 1960 und 1995 renoviert. Auf dem Podest steht der Name des Herstellers: Harkányi E - Szombathely.
Cholerakreuz: Das Cholerakreuz am nördlichen Ende von Badersdorf wurde 1869 errichtet und 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört. Die Eheleute Reiger, die bei diesem Bombenabwurf unversehrt blieben, ließen es zum Dank dafür wieder herstellen. Im Jahr 1998 wurde das Cholerakreuz von der Gemeinde renoviert. Auf der Hauptseite des Sockels, unterhalb des Reliefs der schmerzhaften Mutter, befindet sich die Figur der heiligen Rosalia von Palermo. Die Tradition, sich während der großen Epidemien an St. Rosalia zu wenden, lässt sich bis in die frühen 1600er Jahre zurückverfolgen. Rosalia liegt auf dem Relief in einer Höhle. Unter der Figur der schmerzhaften Maria steht das Jahr 1973. Letzteres könnte das Jahr einer der Renovierungen sein. Auf der anderen Seite des Sockels befindet sich die Figur des heiligen Johannes von Nepomuk und des heiligen Florian.
Bauernhaus: ObjektID: 8055, seit 2013 denkmalgeschützt, Eisenbergerstraße 20.
Bauernhof: ObjektID: 8054, seit 2013 denkmalgeschützt, Obere Dorfstraße 2.
Bauernhof: ObjektID: 8053, seit 2013 denkmalgeschützt, Obere Dorfstraße 4.
Ehem. Schule: ObjektID: 8090, seit 2013 denkmalgeschützt, Eisenbergerstraße 18.
Ehem. Pfarrhof: ObjektID: 129879, seit 2013 denkmalgeschützt, Kirchengasse 6.
Hochzeitsmuseum: Das Hochzeitsmuseum von Aloisia Bischof in der Unteren Dorfstraße 29 wurde 2015 eröffnet.
Kath. Filialkirche Zur Kreuzerhöhung: ObjektID: 8050, Kirchengasse 12, 852 von Johann Brenner erbaut, spätklassizistisch mit eingezogenem, eckig geschlossenen Chor, eingebundener westlicher Fassadenturm mit Zwiebelhelm.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal befindet sich nahe der Kirche in Badersdorf und ist unter der ObjektID: 8051 denkmalgeschützt. Es ist eine quadratische Säule auf einem Bruchsteinsockel. Gekrönt mit der Plastik eines knieenden Soldaten durch eine Frau gestützt vor einem Kruzifix, eingefriedet mit einem schmiedeeisernen Zaun. Die Einweihung fand 1929 statt und war ein großes Dorfereignis. Finanziert wurde es von der Gemeinde und durch Spenden der nach Amerika ausgewanderten Badersdorfer.
Marterl der Familie Lang: Das "Marterl der Familie Joachim Lang" befindet sich an der Zufahrtstraße zu der Siedlung "Feldhäuser". Die Inschrift lautet: "Wenn du hier vorübergehst und eine Weile stille stehst, dann danke Gott für seine Güte, dass er weiter dich behütet!"
Waldmadonna: Die Waldmadonna aus Holz befindet sich an der Straße zum Eisenberg (südlicher Ortsanfang von Badersdorf, knapp vor der Ortstafel) und wird von der Familie Raimund Muhr (Nr. 69) betreut.
Waldmadonna: Die Waldmadonna befindet sich in der Nähe des Steinbruches und war Treffpunkt der Fußwallfahrer nach Maria Weinberg. Es wird von der Familie Gabriel (Nr. 6) betreut.

Sportverein: Der Sportverein Badersdorf wurde am 20.04.1983 neu gegründet. Die Vereinsfarben sind blau-weiß. 1987/88 wurde der offizielle Spielbetrieb beim Burgenländischen Fussballverband aufgenommen, und seither nimmt der Sportverein Badersdorf an der Meisterschaft teil. 2009 gelang es dem Sportverein Badersdorf (SVB), die Meisterschaft zu gewinnen und somit den heiß ersehnten Titel und den Aufstieg in die 1. Klasse A Süd zu erreichen.

Feuerwehr Badersdorf: Die Freiwillige Feuerwehr Badersdorf wurde am 1. Mai 1888 gegründet (damals "Freiwilliger Feuerwehr-Verein"). Bei der 1. Sitzung am 1. Mai 1888 wurde durch den Vereinsausschuss die 1. Feuerwehrspritze, die der damaligen Zeit entsprach, angeschafft. 1935 erfolgte die Umwandlung von "Freiwilliger Feuerwehr-Verein" in "Freiwillige Feuerwehr" Die Ortsfeuerwehr Badersdorf (Klasse 2) gehört zum Abschnitt XI des Bezirkes Oberwart. Die Weihe des neuen Feuerwehrhauses fand im Jahr 1990 statt. 1995 erfolgte der Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges der Type Mercedes Benz mit Tragkraftsprize Type FOX TS 12. Am Christihimmelfahrtstag, den 13. Mai 1999, fand die feierliche Segnung der neu restaurierten Feuerwehrfahne der Freiwilligen Feuerwehr Badersdorf statt.



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