Draßmarkt

Draßmarkt (ungarisch: Vámosderecske, ab 1899: Sopronderecske, kroatisch: Racindrof) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland mit 1413 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Draßmarkt wird entwässert vom Mitteraubach, vom Dorfaubach, vom Gfangenbach und ganz am südöstlichen Rande vom Erlaubach.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge.

Gemeindegliederung: Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017): Draßmarkt (980), Karl (179), Oberrabnitz (254). Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Draßmarkt, Karl und Oberrabnitz.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Draßmarkt dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1289 in der Güssinger Fehde (als befestigter Ort "Traizzendorf"). 1425 gehörte der Ort zur Burg Landsee und bildete eine Filialstation zur Einhebung der Maut. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Ortsname zu "Tracondorff" und 1614 zu "Drassendorf". Im selben Jahr wurde dem Ort von König Matthias Corvinus das Marktrecht und die niedere Gerichtsbarkeit verliehen. 1784 führte der Ort den Namen Drosenmarkt bis sich daraus schlussendlich der Name "Draßmarkt" bildete.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. 1971 wurden die Orte Karl und Oberrabnitz zu Draßmarkt eingemeindet. 1973 erfolgte die Weiterverleihung des Marktrechts an die Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Johannes Nepomuk-Kapelle: ObjektID: 84307, bei Badgasse 8.
Bauernhaus: ObjektID: 30014, Hauptstraße 10.
Johannes Nepomuk-Kapelle: ObjektID: 84306, bei Hauptstraße 51, die Kapelle unterhalb des Pfarrhofs stammt aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt eine weißgefasste Figur des heiligen Johannes Nepomuk.
Pranger: ObjektID: 66748, gegenüber Hauptstraße 60, der Pranger auf dem Kirchenhügel ist ein Steinpfeiler mit vier Nischen und einem Gerichtsarm.
Kapelle hl. Kreuz: ObjektID: 66747, gegenüber Hauptstraße 66, die Kapelle auf dem Kirchhügel wurde 1759 erbaut und zeigt eine bewegte Kreuzigungsgruppe.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 84316, gegenüber Hauptstraße 118, die Dreifaltigkeitssäule westlich des Ortszentrums wurde laut Inschrift 1902 Zu Ehre der heiligsten Dreifaltigkeit gestiftet von Mathias u. Theresia Gruber.
Kulturhaus, ehem. Volksschule: ObjektID: 49698, Kirchenplatz 7.
Kath. Pfarrkirche hl. Andreas und ehem. Friedhof: ObjektID: 49696, Kirchenplatz 7a, die Pfarrkirche steht auf einem Hügel im Ort. Sie ist ein Saalbau des 16. Jahrhunderts mit barocken Veränderungen sowie nochmaligen Erweiterungen des Jahres 1899. An das fünfjochige Schiff schließt im Westen ein dreigeschoßiger Turm mit Steinhelm an. Im Innenraum finden sich barocke Heiligenfiguren wie auch ein moderner Volksaltar.
Lourdeskapelle im Kirchhof: ObjektID: 84303, Kirchenplatz 7a.
Figurenbildstock hl. Antonius im Kirchhof: ObjektID: 84304, Kirchenplatz 7a, der Bildstock des heiligen Antonius im Kirchhof stammt aus dem Jahr 1813.
Mariahilfkapelle: ObjektID: 84315, gegenüber Mariengasse 33, die Mariahilfkapelle nördlich des Ortes ist ein Giebelbau des Jahres 1875 mit einer Madonnenfigur vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Vereine:
ARO Komitee (Hilfsprojekt in Rumänien)
Freiwillige Feuerwehr Draßmarkt
Hobbysportverein
Pensionistenverein
Sportverein
Verschönerungsverein
Außerdem die Musikgruppen "Musikverein Heimatklänge Draßmarkt" und "Dedicated to".

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