Grafenschachen

Grafenschachen ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Vasárokszállás, auf Romanes Grumschocha.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung: Ortschaften der Gemeinde sind (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2020): Grafenschachen (986) und Kroisegg (270).

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Vasárokszállás verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr Grafenschachen befindet sich in Grafenschachen 236 in 7423 Grafenschachen. Die Ortsfeuerwehr wurde im Jahr 1909 gegründet. Nach der Gründung wurde auf dem Platz des heutigen Rüsthauses ein ebenerdiges Gebäude erbaut. 1961 erhielt die Feuerwehr eine Sirene zur Alarmierung. 1934 wurde die erste Motorspritze der Marke Rosenbauer C60 erworben. 1981 erhielt die Feuwehr ein Tanklöschfahrzeug der Fa. Rosenbauer, welches am 27.7.1981 übergeben wurde. 1993 wurde der Feuerwehrzubau abgeschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Halwachs-Kreuz: Das Halwachs-Kreuz soll an die an dieser Stelle bis April 1880 gestandene Dreifaltigskirche erinnern. Gewidmet von Michael Halwachs, Grafenschachen, 1896.
Hügelgräberfeld Grafenschachen-Kroisegg: ObjektID: 130214, Hieseggwald, Grafenschachen.
Kath. Pfarrkirche: ObjektID: 8113, Die römisch-katholische Pfarrkirche Grafenschachen steht in der Gemeinde Grafenschachen im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht und gehört zum Dekanat Pinkafeld in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Die Kirche steht am Westhang oberhalb des Ortes. Die Vorgängerkirche von 1805 stand im Ortszentrum. 1790 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Ein Vorgängerbau wurde 1805 errichtet. Die heutige Kirche wurde 1880 von Baumeister Johann Lang aus Pinkafeld errichtet. Die Kirche wurde innen 1975 und außen 1977 einer Restaurierung unterzogen. Die Kirche ist eine einschiffige Saalkirche. Der eingezogene Chor hat abgeschrägte Ecken. Der Westturm hat einen Pyramidenhelm. Das Langhaus der Kirche ist vierjochig. Darüber ist ein hohes Platzlgewölbe zwischen breiten Gurtbögen, die auf Doppelpilastern ruhen. Die platzlunterwölbte Empore ist dreiachsig. Der Triumphbogen ist gedrückt. Der Chor ist rund geschlossen. Im Chorjoch ist Schalengewölbe mit Stichkappen. Der neoromanische Hochaltar wurde 1905 von Johann Heckenast aus Szombathely gebaut. Die spätbarocke Kanzel wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschaffen und stammt aus der Kapelle von Schloss Pernegg in der Steiermark.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal für die Opfer des 1. und 2. Weltkrieges in Grafenschachen trägt die Inschrift: "Den Opfern des Nationalsozialismus".


Persönlichkeiten:
Hans Peter Doskozil (* 1970) – Der ehemalige Bundesminister für Landesverteidigung und Sport (2016–2017) und jetztige Landeshauptmann war von 2007 bis 2012 Gemeinderat in Grafenschachen.



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