Hannersdorf

Hannersdorf ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Sámfalva, der kroatische Šampovar. Hannersdorf wird entwässert vom Bach von Hannersdorf, vom Zuberbach und vom Tauchenbach.

Geografie: Die 850 Einwohner zählende Gemeinde liegt im Südburgenland 268 m über Meereshöhe.

Gemeindegliederung: Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017):
Burg (231)
Hannersdorf (412)
Woppendorf (126)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Burg, Hannersdorf und Woppendorf.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sámfalva verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

1971 wurden die Gemeinden Burg und Woppendorf mit Hannersdorf zusammengelegt.

600 Jahre Hannersdorf: Die Gemeinde Hannersdorf feierte am 25. November 2006 im Pfarrhof unter dem Motto "600 Jahre Hannersdorf" das Bestehen der Gemeinde seit 1406. Aus diesem Anlass wurde die Homepage der Gemeinde erstmals präsentiert, und es wurde auch eine Festschrift herausgegeben.

Wappen: Blasonierung: Zwischen schwarzen, durch goldene Zinnen gespaltene Flanken ein oben und unten anstoßender Römerstein mit goldenem Bord und rotem Feld, darin golden aus einem Akantheros ein Weinstock mit vier Blättern und vier Trauben wachsend.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche Maria Geburt: Die römisch-katholische Pfarrkirche Hannersdorf steht in der Gemeinde Hannersdorf im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem Fest Mariä Geburt geweiht und gehört zum Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk ist unter der ObjektID: 8171 unter Denkmalschutz. Die Pfarre wurde um 1500 gegründet. 1525 wurde vermutlich das Kirchenschiff neu gebaut, 1715 erfolgte eine Renovierung, 1765 wurde die Kirche barockisiert und 1893 teilweise regotisiert. 1967/68 erfolgte eine Innenrestaurierung und 1973 eine Außenrestaurierung. Alle Restaurierungsdaten sind am Triumphbogen schriftlich festgehalten.
Kirchenäußeres
Der Sakralbau ist eine gotische Dorfkirche. Der Chor aus dem 15. Jahrhundert ist niedrig und eingezogen. Das Schiff hat ein hohes Dach aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Darüber ist ein kleiner Dachreiter mit barockem Zwiebelhelm aus dem 18. Jahrhundert. An Kirchenschiff und Chor sind einfache Strebepfeiler. Im Chor sind Spitzbogenfenster mit originalem Terrakottamaßwerk. In der Südwand sind drei Fenster mit erneuertem Maßwerk. Das Portal ist als Vorhangbogen-Portal gestaltet. Die Fragmente der Wandmalereien neben dem Südportal stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das Westportal ist ein spätgotischer verstäbter Kragbogensturz. Das Bogenfeld wurde 1893 erneuert. Es zeigt einen Löwen mit Widderkopf unter den Pranken. Am östlichen Chorstrebepfeiler ist eine römerzeitliche Marmorplastik aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Auch am nördlichen Schiffstrebepfeiler ist ein römerzeitliches Relief eines Weinstockes aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Beide Steine stammen aus der ehemaligen Befestigungsanlage der Ortschaft Burg.
Kircheninneres:
Das dreijochige Kirchenschiff ist netzrippengewölbt. Dieses wurde 1893 teilweise erneuert. Die Empore ist dreiachsig und kreuzrippenunterwölbt. Ein spitzbogiger Triumphbogen trennt das Kirchenschiff vom zweijochigen Chor und der Apsis mit 3/8-Schluss. Der Chor ist kreuzgewölbt. Die Gewölberippen und das Sakristeiportal mit abgeschrägten Gewänden sind aus Terrakotta. Die originale Sakramentsnische mit den ursprünglichen Türchen stammt aus dem vierten Viertel des 15. Jahrhunderts. Die Wandmalereien an der Nordwand des Kirchenschiffes wurden im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts gemalt. Sie stellt die Kreuzigung mit Stifterfiguren dar. Im Chor sind Reste von ornamental gemalter Dekoration. Beide Wandmalereien wurden im Jahr 1968 freigelegt, restauriert und ergänzt.

Perlmühle (Mühlentrakt, Speicher, Turbinenanbau und Wohngebäude): Die Mühle befindet sich auf Hannersdorf 120 und ist seit 2016 unter der ObjektID: 8163 denkmalgeschützt.

Pfarrhof: Der Pfarrhof befindet sich auf Hannersdorf 66 und ist unter der ObjektID: 8177 seit 2012 denkmalgeschützt.

Wirtschaft:
Pinkataler Schotterwerke: Das Schotterwerk hat Steinbrüche in Hannersdorf und Burg.

Sport:
Eine bedeutende Rolle im dörflichen Leben spielt der Fußballverein, der SV Hannersdorf.

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