Neudorf bei Landsee

Neudorf bei Landsee ist ein Ortsteil von Markt Sankt Martin und hat laut Statistik Austria 192 Einwohner (1. Jänner 2017). Der ungarische Name lautet Lánzsér-Újfalu bzw. Kis-Újfalu, der kroatische Tjespuh. Durch die Ortschaft fließt der Tessenbach.

Landschaftliche Schönheit zeichnet den kleinen Ortsteil Neudorf bei Landsee aus.

Geschichte: Der Ort wurde erstmals 1583 urkundlich erwähnt. Hier betritt man den Naturpark Landseer Berge. Die 1818 erbaute Wallfahrtskirche "Zum gegeißelten Heiland" prägt die Ansicht des Ortes am Fuß des Pauliberges.

Der Ort gehörte - wie das gesamte Burgenland - bis 1920/21 zum Königreich Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lánzsér-Újfalu bzw. Kis-Újfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche "Zum gegeißelten Heiland": ObjektID: 49990, Neudorf 103, eine einfache Saalkirche, die 1818 errichtet und 1948 renoviert wurde. Der angebaute Westturm hat als Dach einen steinernen Pyramidenhelm.

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