Neufeld an der Leitha

Neufeld an der Leitha ist eine Stadt mit 3339 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich. Der ungarische Ortsname der Stadt ist Lajtaújfalu, der kroatische Ortsname ist Novo Selo.

Geografie: Die Stadt liegt im nördlichen Burgenland am Fluss Leitha nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Neufeld an der Leitha ist der einzige Ort in der Stadtgemeinde. Der nordöstlich gelegene Neufelder See ist ein reizvolles künstliches Gewässer, das aus einem ehemaligen Braunkohlebergbau (1807 bis 1932) entstanden ist. Im Südosten liegt der ebenfalls durch Kohleabbau (1948 bis 1953) entstandene Bauernsee. Die beiden Orte Ebenfurth und Neufeld sind zusammengewachsen und werden nur durch die Leitha getrennt, die hier auch die natürlich Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland bildet. Ebenso schließt der zu Steinbrunn gehörende Ortsteil Steinbrunn neue Siedlung unmittelbar an die Neufelds an und ist für Ortsunkundige nur an den Ortstafeln zu erkennen.

Nachbargemeinden:
Ebenfurth (NÖ) Hornstein Pottendorf (NÖ) Steinbrunn und Zillingdorf (NÖ)

Geschichte: Es wurden frühestbronzezeitliche Bestattungen vom Typ Leithaprodersdorf-Gruppe (2300 bis 2000 vor Christus) gesichert, dieser Fund markiert der Beginn der Neufelder Urgeschichte. Aus dem Zeitraum 1600 bis 1300 vor Christus stammte ein mittelbronzezeitliches Kriegergrab mit Rapierschwert. Ein spätbronzezeitliches Gräberfeld mit einem seltenen Bogenschützengrab (ältere Urnenfelderkultur 1200 bis 1050 vor Christus) wurde an der Westseite des Bauernsees gefunden, zeitlich lässt sich dieser Fund zwischen 1300 und 750 vor Christus einordnen. Die Ausdehnung des Gräberfeldes lässt auf eine Ansiedlung schließen. Den Beginn der Herausbildung eines keltischen Kulturraumes östlich der Leitha zeigt ein frühlatènezeitliches Kriegergrab (450 bis Christi Geburt). Das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien untersuchte mit Fördermitteln des FWF und der Methode Light detection and ranging aus dem Flugzeug den Leitha-Raum zwischen Wiener Neustadt und Bruck an der Leitha um noch unbekannte Fundorte ausfindig zu machen (Einzelprojekt P18674), die Ergebnisse werden in einer Habilitationsschrift veröffentlicht. Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Neufeld dann in der Provinz Pannonia, eine römische Nebenstraße von Ödenburg (Skarbantia) über Baden (Aquae) nach Wien (Vindobona) führte bei Neufeld-Ebenfurth über die Leitha. Als Beginn der Neufelder Geschichte gilt der Streufund eines Geldstückes mit dem Bild von Kaiserin Faustina II. datiert auf 161 nach Christus. Einen weiteren Beleg menschlicher Anwesenheit in historischer Zeit stellt der Fund einer Münze mit dem Bild von Kaiser Valentinian I. dar, er war Kaiser im Westen des römischen Imperiums von 364 bis 375.

Im Frühmittelalter kommt es zu Reichsbildungen asiatischer Reitervölker wie das der Awaren die im 6. Jahrhundert Pannonien beherrschten und das der Ungarn, die ab dem späten 9. Jahrhundert immer wieder Einfälle über die Leithaübergänge bei Neudörfl und Neufeld-Ebenfurth durchführten (Wiener Neustädter Pforte).

Am 15. Juni 1246 fand wahrscheinlich am Neufelder Hotter die Schlacht an der Leitha statt, bei der Friedrich II. fiel, womit die Babenberger im Mannesstamm erloschen.

Am Neufelder Hotter wird zum ersten Mal im Jahr 1245 ein Kleindorf mit dem Namen Sebreth erwähnt, welches auch Seyfried, Seyfrieds, Sefred, Seibersdorf, Sifridsdorf, Seberstorff genannt wurde. Die Namensgebung ist nicht eindeutig geklärt, es kommen zwei Namensgeber in Frage Sebreth von Antau[1] und Syffried von Haslowe. Sebreth wurde 1309 das letzte Mal urkundlich genannt und gehörte einem Zweig der ungarischen Adelsfamilie Osl. Eine meierhofartige Villa aus diesem Zeitraum wurde Ungerdorf (auch Ungardorf) genannt, die erste urkundliche Nennung datiert auf den 28. August 1290 und passierte im Zusammenhang mit der Ebenfurther Maut und Hilfeleistung gegen ungarische Angriffe. Beide Siedlungen wurden zur Wüstung.

Die älteste Nennung Das Neüfeldt ist noch eine Riedenbezeichnung und findet sich im Hornsteiner Grundbuch.

Nachdem der Ungarische Reichstag in Pressburg die Rückkehr der Grafschaft Hornstein zum Königreich Ungarn beschlossen hatte, ließ Franz III. Graf Nádasdy ab dem 26. September 1647 den Reichsfreiherrn Rudolf von Stotzingen von seinen Söldnern vertreiben. Ein ungarisches Gericht sprach Franz III. am 3. Juni 1648 die Herrschaft gegen eine Zahlung von 150.000 Gulden zu, den Betrag erhielt Rudolf von Stotzingen 1650.

Bereits 1647/1648 sollen am Neufelder Hotter 3 Häuser bestanden haben: Denn so ist zwischen Hornstain und Ebenfurth ein Dorf gestanden, so man aniezo im Werkh wieder zu stiften, gestalten dass bereiths 3 Heüser wider erbauet worden. Der Hornsteiner Grundherr Graf Franz III. Nádasdy legte die heutige Siedlung Neufeld auf einer Herrschaftsbreite (Gemarkung des zur Wüstung verkommenen Ortes Ungerdorf) an. Das früheste Neufeld bestand aus einem Kastell, einem bäuerlichen Teil und einem Judenstadtl und war als Schmalangerdorf ausgeführt. Als erste urkundliche Erwähnung gilt der 1. März 1651, in einem Ab- und Ausgabenrechnungsbuch der Fürstlich Esterházyschen Grundherrschaft wird für Neufeld dieses Datum als Beginn einer Weinausschankgenehmigung genannt.[4] Die Besiedlung ist mit Sicherheit früher anzunehmen, weil für den 1. März 1651 Richter (~Bürgermeister) und Geschworene (~Gemeinderäte) als bestehend angeführt werden.

1653–1655 erfolgt die Übergabe der Häuser an portugiesische Juden. Bei einer Feststellung der bäuerlichen Anwesen in Neufeld 1656 wurden 17 ältere und 10 jüngere Häuser bzw. Hofstätten gezählt.

1666 trat Nádasdy der Magnatenverschwörung bei, an deren Spitze er ab 1667 stand. Nach der Niederschlagung wurde er im Schloss Pottendorf - die Herrschaft Pottendorf hatte er 1665 gekauft – verhaftet und am 30. April 1671 wegen Hochverrates mit dem Schwert enthauptet. In Folge wurde die Herrschaft Hornstein für das kaiserliche Kammergut eingezogen und an die Grafen Gottlieb von Windisch-Graetz, Georg Széchenyi und Michael von Althan verpfändet.

1807 wurde mit dem Abbau von Lignitkohle begonnen. Die Jahresförderung 1808 betrug 3.460 Centen (1 Centen = 56 kg). Die frische Kohle enthielt 25 % Grubenfeuchtigkeit, 16-20 % Asche und 5 bis 6 % Schwefelkies. Durch den Schwefelkies entsteht beim Verbrennen Schwefelwasserstoff der für den Smog in Neufeld verantwortlich war. Die aus diesem Grund hohe Kindersterblichkeit erreichte in den 1920er Jahren ihren Höhepunkt, ein Viertel der Kinder erreichte das 14. Lebensjahr nicht.

Die Pferdeeisenbahn vom Kohleverladeplatz (heutiger Bahnhof) zum Knoten Ebenfurth nahm am 20. März 1872 ihren Betrieb auf.

Am 28. Oktober 1879 wurde die Teilstrecke Ödenburg-Ebenfurth der ROEE eröffnet.

Die Actiengesellschaft der ersten ungarischen Jute-Spinnerei und Weberei startete am 16. Oktober 1889 mit etwa 1.000 Arbeitern und Arbeiterinnen die Produktion im Werk Neufeld – das Werk II wurde am 15. Februar 1899 eröffnet. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Erste österreichische Jutespinnerei und Weberei Wien, die Erste österr. Hanfspinnerei, Bindfaden- und Seilfabrik Pöchlarn -Lieser und Duschnitz und die Erste ungarische Jutespinnerei und Weberei in Neufeld zur Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft, kurz HITIAG, zusammengeführt.
Zum Jahreswechsel 1903/1904 endete die erste Bergbauphase, die Produktion sank stetig und die Instandsetzungskosten für die Wasserpumpe waren zu hoch, die Grube ersoff.

Nach dem Ersten Weltkrieg folgte für Deutsch-Westungarn eine unruhige Zeit. Der Ausrufung der Republik Österreich am 12. November 1918 folgte am 6. Dezember 1918 die Ausrufung der deutschen Republik Heinzenland (Westungarn mit der Hauptstadt Oedenburg) in Mattersburg. In Neufeld wurden Leutnant Erich Trenner von der Wiener Neustädter Stadtwehr und drei Mann, nach dem Versuch Gewehre, Munition sowie Handzettel zu verteilen neben der Verhaftung der Neufelder Gendarmen, Finanzwachebeamten und des Bahnhofsoffiziers, gefangengenommen und nach Oedenburg transportiert. Am 23. März 1919 vereinigten sich die kommunistische und die sozialdemokratische Partei Ungarns zur Ungarländischen sozialistischen Partei, das war der Beginn der ungarischen Räterepublik. Neben der Propaganda gab es für den ungarischen Grenzort Neufeld noch andere spürbare Folgen wie, die Beschlagnahmung des Braunkohlebergbaus, die Verhängung einer vollständigen Grenzsperre am 3. April und die Verstärkung der Besatzung nach einer Schießerei der Volkswehrbereitschaft an der Leithabrücke im Mai. Nach der Abdankung der Räteregierung am 27. Juli und einem kurzen sozialdemokratischen Intermezzo, das durch die Besetzung Budapests durch rumänische Truppen ein jähes Ende fand, erzwang die Entente am 6. August 1919 eine Konzentrationsregierung unter dem christlichsozialen Stephan Friedrich, dies war der Beginn der weißen Revolution.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Laijtaújfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Die zweite Bergbauphase dauerte von 1916 bis 1932 die Stilllegung erfolgte aus ähnlichen Gründen wie bei der 1. Phase. Bis 1934 entstand aus den 1922/1923 zusammengewachsenen Gruben der Neufelder See (See I). Die dritte Bergbauphase begann 1948, mit Mitteln aus dem Marshallplan, das wirtschaftlich zu gewinnende Vorkommen war 1953 erschöpft. Aus dieser Grube entstand der Bauernsee (See II).

1971/72 wurde die Jutespinnerei und -weberei in Neufeld stillgelegt und mit den verbliebenen Maschinen und einem deutschen Partner eine Fabrik zur Veredelung von Textilgarn eingerichtet, am Nachfolgebetrieb AUTEXA hielt die HITIAG 50 Prozent. Am 31. Juli 1985 endete mit dem Konkurs der Firma AUTEXA die Existenz der Firma HITIAG in Neufeld. Teile der ehemaligen HITIAG-Werkshallen wurden bereits seit 1972 von Myrtle Mill der heutigen Österreichischen Kuvertindustrie Ges.m.b.H. als Produktionsstandort genutzt, 1989 wurde diese Produktion nach Hirm verlegt.

Stadtgemeinde ist Neufeld an der Leitha seit 1997 (durch VO 23, Marktgemeinde 38/1987).

Seit 2001 ist die Stadt eine Klimabündnis Gemeinde. Gemeinsames Ziel der Bündnispartner ist der Erhalt des globalen Klimas.

Durch die Nachstellung des Titanic-Unterganges auf dem Neufelder See mit Bürgermeister Lampel als Jack Dawson – im Original von Leonardo DiCaprio gespielt – wurde das KroneHit-Gemeinduell gewonnen und Neufeld damit zur coolsten Gemeinde 2007.

Wappen: Das Wappen ist in den Ortsfarben Blau-Gold-Rot gehalten. Blasonierung: "Im Schild (Siegelfeld) auf einem Boden die stehende Figur des hl. Erzengels Michael (Kirchenpatron) in der Tracht eines römischen Legionärs. Der Heilige trägt in der Rechten ein Flammenschwert, in der Linken eine Seelenwaage. Aus dem Boden wächst rechts von der Figur eine Blume."

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
1. Burgenländisches Bäckereimuseum: Das Museumsgebäude dient schon aus einer Zeit vor 1899 bis heute als Bäckerei. Die zur Schau gestellten Arbeitsgeräte stammen aus dem Zeitraum von Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1955.
Dreifaltigkeitssäule: mit der Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe"; flankiert vom Heiligen Antonius (links) und dem Heiligen Franziskus (rechts); trägt auf der Rückseite die Inschrift Gebaut 1900.
Evangelische Pfarrkirche Neufeld an der Leitha: ObjektID: 25867, Hauptstraße 45, ein neogotischer Sakralbau aus dem Jahr 1904 mit einem dreijochigen Kirchenschiff, einem Chor mit 5/8-Schluss und einem Dachreiter über einer hohen Giebelfassade.
Katholische Pfarrkirche Neufeld an der Leitha hl. Michael: Die römisch-katholische Pfarrkirche Neufeld an der Leitha steht in der Gemeinde Neufeld an der Leitha (ungarisch: "Lajtaújfalu", kroatisch: "Novo Selo") im Bezirk Eisenstadt-Umgebung im Burgenland. Sie ist dem Erzengel Michael geweiht und gehört zum Dekanat Eisenstadt. Die Geschichte Pfarre Neufeld an der Leitha reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. 1667 wurde unter Einbezug des bereits bestehenden jüdischen Tempels eine katholische Kirche errichtet. Diese wurde dem heiligen Erzengel Gabriel geweiht. Die karge Einrichtung bestand aus einem hölzernen Altar mit Tabernakel, einem Taufbrunnen sowie einem Chor. Im aus Stein gemauerten Turm hingen zwei Glocken. Die Pfarre Hornstein übernahm die Seelsorge für die in einem Visitationsbericht von 1674 als Filialkirche bezeichnete Kirche in Neufeld. Jedoch einigten sich die Gemeindevertretung und der Pfarrer von Hornstein bereits 1679 nach langwierigen Verhandlungen darauf, einen eigenen Vikar einzusetzen, der auch die Matriken zu führen hatte. Am 28. August 1715 wurde Matthias Kauschitz, der damalige Vikar, zum Pfarrer von Neufeld an der Leitha erhoben. Seit damals ist die Pfarre Neufeld eine eigenständige Pfarre. Am 7. April 1757 wütete in Neufeld ein Großfeuer, dem Kirche und Pfarrhof zum Opfer fielen. Der Pfarrhof wurde aber auf Kosten des Patronatsherrn Esterhazy sofort wieder instandgesetzt. Ab 1760 wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen. Von der alten blieb nur eine Mauer erhalten. Beim Abtragen des alten Bauwerkes wurden ein hebräischer Schriftzug der alten Synagoge sowie die Jahreszahl "1672" entdeckt. 1940 übernahmen die Oblaten des hl. Franz von Sales die Pfarre, gaben sie jedoch bereits 1950 wieder ab. Mit dem Wachstum der Bevölkerung wurde eine Vergrößerung der Kirche notwendig. An der Stelle der alten Kirche wurde von 1966 bis 1967 ein moderner Kirchenbau mit den Architekten Rudolf Katterschafka und Herbert Witte errichtet. Unter der Empore befindet sich eine polychrome Kreuzigungsgruppe aus Holz aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine Glocke goss Andreas Klein aus Wien 1756.
Kreuzweg: Er wurde von den Neufelder Ratsch'nbuam errichtet und führt vom Marterl bis zur Feldkapelle mit insgesamt 15 Stationen, die Einweihung erfolgte am 29. Juni 2005. Die ersten 14 Stationen orientieren sich an der traditionellen Darstellung, während die letzte Station die im 20. Jahrhundert aufgekommene Auferstehung Jesu Christi aus dem Grabe zeigt.
Uhrturm-Denkmal: Der Uhrturm der ehemaligen HITIAG wurde nach dem Abbruch derselben im September 1997 als Denkmal errichtet. Der Uhrturm wurde so dargestellt, als ob die gesamte Fabrik versunken wäre und nur noch derselbe hervorragen würde. Das Denkmal soll kommende Generationen an die industrielle Blütezeit der ehemaligen Industriehochburg Neufeld erinnern.
Wahrzeichen Feldkapelle: Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1760 und die Feldkapelle gehört zu den ältesten noch erhaltenen Bauten in Neufeld.

Wirtschaft und Infrastruktur: Das Unternehmen J. Medinger & Söhne startete hier 1886 mit der Produktion von Wein(stein)säure und Ammoniak für die Weinbauindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Gebäude fast vollständig zerstört und nach dem Wiederaufbau spezialisierte man sich auf die Herstellung von Fluorkohlenwasserstoffe. Seit 1983 kooperierte das Unternehmen mit der Werft Chemie Austria und von 1984 an mit der Waldheim Pharmazeutika GmbH. Die 1990 gegründete Sanochemia Pharmazeutika AG hat heute hier ihren Synthese- und Produktionsstandort.

Im 20. Jahrhundert war hier direkt neben der Chemieprodukte-Fabrik die HITIAG (Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft) ansässig und bis zur Stilllegung derselben wurde hier mit bis zu 1988 Mitarbeitern (Höchststand, im Jahr 1928) produziert. Die Produktionshallen wurden 1996/97 abgebrochen und heute erinnert das "Uhrturm-Denkmal" an diese Industrie-Ära.

Verkehr:
Bahn: Der Neufelder Bahnhof ist Teil der Verbindung Gyor-Sopron-Ebenfurth (Raab-Ödenburg-Ebenfurth) und wird von der Raaberbahn AG betrieben. Damit ist auch eine direkte Verbindung mit dem Hauptbahnhof Wiener Neustadt, der Pottendorfer Linie und der Südbahn gegeben.
Straße: Die Regionalbusse (562/563) der Wiener Neustädter Stadtwerke stellen eine alternative, öffentliche Verbindung zwischen Wiener Neustadt und Eisenstadt dar. Durch die Anschlussstelle 30 (Hornstein) ist eine gute Anbindung an die Südost Autobahn (A3) gegeben.

Bildung:
Kindergarten: Der Neufelder Kindergarten führt 6 Gruppen und eine Kinderkrippe.
Volksschule: Die Lollipop Volksschule mit der Schulkennzahl 103101 führt 8 Klassen. Das Maskottchen ist Mr Lollipop, ein grüner Drache mit einem Dauerlutscher. Die Neufelder Volksschule setzt ihren Schwerpunkt auf Projektorientierung und Teamarbeit. Soziales Lernen und Inklusion werden groß geschrieben. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an den Unterricht ein nahegelegenes Tagesheim zu besuchen, wo ca. 75 Plätze zur Verfügung stehen.
Hauptschule: Die ICT-HS Neufeld des Ortes mit der Schulkennzahl 103012 führt 8 Klassen und wurde in eine Neue Mittelschule umgewandelt, der Schwerpunkt liegt auf Informatik.
Nachhilfe: Das Unternehmen Kids-BÜL versteht sich als ganzheitlicher Partner bei Lernproblemen, am Standort Neufeld gibt es daher ebenfalls Unterstützung bei Legasthenie, Dyskalkulie sowie der richtigen Lernstrategie.
Musikschule: Da es keine Musikschule in der Gemeinde gibt, wird dieser Bedarf von den Musikschulen der Nachbargemeinden Ebenfurth und Hornstein abgedeckt.

Sport:
Schachklub Neufeld-Steinbrunn – Die Wurzeln des ASKÖ Schachklub Neufeld/Steinbrunn liegen im Neufelder Arbeiterschachklub der 1.Republik. Die Neugründung erfolgte im Jahr 1959. Meisterschaftsteilnahme in NÖ – 1. Klasse Süd bis 1964. Gründung des Burgenländischen Schachverbandes im Jahre 1965 unter maßgeblicher Teilnahme Neufelder Funktionäre. Fusion mit der Nachbargemeinde Steinbrunn im Jahr 1987; sechsmaliger Landesmannschaft- und viermaliger Einzelmeisterschaftsgewinner. Derzeit Teilnahme mit 3 Mannschaften an der Burgenländischen Mannschaftsmeisterschaft
Fußball-Club ASV Neufeld – Der ArbeiterSport Verein Neufeld wurde im Jahr 1923 gegründet und ist aus der sozialistischen Jugendbewegung hervorgegangen. Die erste Gründung des Arbeitersportvereines Neufeld fand im Jahr 1895 statt. Der ASV nahm an der Staatsliga B (1952/53) teil und beendete diese Meisterschaft auf dem letzten Platz. In der Saison 1972/1973 endete der prägende Einfluss des ASV auf den burgenländischen Fußball, aktuell spielt der ASV in der 2. Klasse Nord. Seit 2015 veranstaltet der ASV Neufeld jährlich das internationale "Geza Gallos Nachwuchs-Gedenkturnier" für U8- und U10-Mannschaften.
Tennis-Club TC Neufeld – Der Tennisclub Neufeld wurde am 25. Mai 1959 gegründet. Der Verein stellte in den vergangenen Jahren mehrmals den Landesmeister sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Es werden auch alljährlich verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel die "Seen-Trophy" durchgeführt. Die Herrenmannschaft spielt aktuell in der Landesliga B.
Neufelder Triathlon – Bei dieser jährlichen Sportveranstaltung am Neufelder See wurden in den vergangenen Jahren schon mehrfach die Triathlon-Staatsmeisterschaften ausgetragen.
Leitharadweg – Der 61 km lange familienfreundliche Weg führt am Neufelder See und am Bauernsee vorbei.

Persönlichkeiten:
Hans Bögl (1899–1974), österreichischer Politiker (SPÖ), Landeshauptmann des Burgenlandes, Abgeordneter zum Nationalrat (IX. GP)
Franz Erntl (1902–1990), Maler
Herbert W. König (1908–1985), österreichischer Physiker und Elektroingenieur, Pionier der Mikrowellentechnik und des Lasers in Österreich
Egon Kollarik (* 1957), österreichischer Sportschütze, 3x Europameister, 1x Weltmeister, 4x Vizeweltmeister
Josef Kótay (1909–1980), burgenländischer Militärkapellmeister
Ludwig Leser (1890–1946), österreichischer Politiker (SPÖ) und Landeshauptmann des Burgenlands
Jürgen Mansberger (* 1988), österreichischer Fußballspieler
Franz Mikulits (* 1949), österreichischer Politiker (SPÖ), Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag 1983–1987
Franz Schön (1893–1957), österreichischer Politiker (SDAP), Abgeordneter zum Nationalrat (I. GP)
Fred Sinowatz (1929–2008), österreichischer Historiker, SPÖ-Politiker, Minister für Unterricht und Kunst, von 1983 - 1986 Bundeskanzler von Österreich
Hans Wastl (1916–1986), österreichischer Politiker (SPÖ), Landeshauptmannstellvertreter des Burgenlandes, Mitglied des Bundesrates (1949–1953), Abgeordneter zum Nationalrat (X. GP)
Oliver Wimmer (* 1991), österreichischer Musiker und Starmania Gewinner 2009

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