Nickelsdorf

Nickelsdorf ist eine Gemeinde mit 1773 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname ist Miklóshalma.

Geographie: Nickelsdorf ist eine der am östlichsten gelegenen Gemeinden von Österreich. Östlich von Nickelsdorf liegt der bedeutende Straßen- und Bahn-Grenzübergang nach Hegyeshalom (deutsch Straß-Sommerein) in Ungarn. Zu Nickelsdorf gehört die kleine Siedling Auhof.

Geschichte: Nach dem ungarischen Landnahme wurden hier Petschenegen angesiedelt. Die Petschenegen lebten hier als Grenzwächter des ung. Königtums. Die Gemeinde hieß in dieser Zeit Turdemech (Turdemicz, Thurdamesz, Tordamez). 1532 ist sie als Miklósfalu erwähnt. Der Ort gehörte bis 1921 zu Ungarn im Komitat Moson.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Chronik der Bürgermeister:
ab 8. April 1945 Rudolf Juno
ab Mai 1945 Matthias Lang
1947–1950 Andreas Roth (SPÖ)
1950–1954 Franz Scherhaufer (ÖVP)
1954–1966 Andreas Roth (SPÖ)
1966–1972 Johann Weiss (SPÖ)
1972–1982 Alfred Nachnebel (ÖVP)
1982–1996 Gerhard Jocham (SPÖ)
seit 1996 Gerhard Zapfl (SPÖ)

Gemeindepartnerschaften:
Geretsried in Oberbayern, Deutschland
Pusztavám in Fejér, Ungarn

Wappen: Blasonierung: Drei weiße lilienähnliche Blüten mit grünen lanzettförmigen Blättern entspringen einem roten Herzen auf einem goldenen (gelben) Wappenschild.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Evangelische Pfarrkirche Nickelsdorf: ObjektID: 6090, Untere Hauptstraße 9, die Kirche bzw. das Bethaus wurde 1787 errichtet und im selben Jahr am 11. Oktober geweiht. Nachdem ab 1791 evangelische Kirchen auch einen Turm und ein Geläute haben durften, wurde 1797 die erste Glocke angekauft und in einem Holzgerüst aufgezogen. 1823 erfolgte an der Nordwestfassade der Anbau eines achteckigen Turmes mit Glockenstube und Spitzhelm. 1975 wurden die Gebäude vor der Kirche abgerissen, so dass ein großer Kirchenvorplatz entstand.
Grenzstein: ObjektID: 7179, Budapester Straße, der Grenzstein von Karl Prantl aus St. Margarethener Kalksandstein sollte als Zeichen der denkerischen Freiheit an der österreichisch-ungarischen Grenze aufgestellt werden. Heute steht der Grenzstein in Pöttsching auf dem Mitterberg.
Katholische Pfarrkirche Nickelsdorf hl. Nikolaus: ObjektID: 6089, Windgasse 2-3, Die Vorgängerkirche wurde im Zuge der Reformation von den Protestanten genutzt. Am 24. August 1673 wird sie durch den Bischof Graf Kolonitsch mithilfe von 40 Soldaten der katholischen Bevölkerung wieder übergeben. Ab 1904 wird anstelle der zu kleinen und baufälligen Vorgängerkirche unmittelbar nördlich eine neue errichtet und am 15. Oktober 1905 geweiht. Sie hat ein einschiffiges Langhaus mit Strebpfeilern, einen Ostturm, einen Treppenturm und einen eingezogenen Chor. Das vierjochige Langhaus ist kreuzrippengewölbt, die Empore dreiachsig mit vorgebauter Brüstung. Die drei neogotischen Schnitzaltäre stammen aus der Bauzeit. Die Vorgängerkirche wurde während des Neubaus abgerissen und das Baumaterial teilweise für den Neubau verwendet. Auf der freiwerdenden Fläche richtete man einen Pfarrgarten ein und von 1972 bis 1974 wurde darauf die Aufbahrungshalle errichtet.
Stürzingerkreuz: ObjektID: 6091, denkmalgeschützt bis zum Jahr 2015, bei Untere Hauptstraße 38, das Stürzingerkreuz ist ein rezent stark überarbeiteter Tabernakelpfeilerbildstock mit kleiner Rechtecknische. Der steinerne Pyramidenstumpfhelm ragt leicht vor. Darüber ist ein schmiedeeisernes Doppelkreuz. Der Bildstock stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Regelmäßige Veranstaltungen:
Nova Rock: Das Nova Rock ist ein Rockmusik-Festival, findet seit 2005 jährlich im Juni in Nickelsdorf auf den Pannonia-Fields statt.
Konfrontationen: Die internationale Jazzveranstaltung wurde mit der Jazzgalerie Nickelsdorf 1976 gegründet. Seit 1979 ist die Jazzgalerie der Veranstalter.

Persönlichkeiten:
Hans Sylvester (1897–1939), österreichischer Agrarfachmann, Politiker und NS-Opfer

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