Pöttelsdorf

Pöttelsdorf ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Petofalva.

Geografie: Die Gemeinde Pöttelsdorf stellt eine Talsiedlung entlang des Wulka-Tals dar, ein Teil des Gebiets erhebt sich im Süden sanft gegen den Marzer Kogel und bildet das traditionelle Weinbaugebiet.

Der Altlauf der Wulka wurde wiederhergestellt; das Wulka-Biotop ist ein Hochwasserrückhaltebecken, das umweltschonend in die Natur eingebettet wurde und den landschaftlichen Reiz mit seiner Tier- und Pflanzenwelt noch zusätzlich bereichert.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später lag das heutige Pöttelsdorf in der römischen Provinz Pannonia.

Im Jahr 1926 wurde beim Brunnenschlagen ein Frauenskelett gefunden. Anhand der Grabbeigaben – ein Bronzearmreif und zwei Tongefäße – lässt sich das Grab in die Frühlatènezeit (~380 v. Chr. – 280 v. Chr.) datieren. Die Körperbestattung eines jungen Mannes, ebenfalls aus der Frühlatènezeit, wurde 1984 im Rahmen einer Notgrabung durch Karl Kaus vom Landesmuseum Burgenland geborgen. An einem Löss-Abhang im Westen des Ortes gelegen, wurde es beim Graben auf dem ehemaligen katholischen Friedhof entdeckt. Grabbeigaben waren ein hallstattzeitliches Bronzesieb, einige verschieden große Flaschen, eine Schale im Braubacher Stil und zwei Fibeln. Dass es sich bei dem Bestatteten um einen Krieger handeln dürfte, zeigen die beigegeben Eisenwaffen, eine Lanzenspitze und ein beschädigtes Schwert mit Scheide. Das Bronzesieb wurde offenbar aus einer ostalpinen hallstattzeitlichen Tasse gefertigt, was auf einen Weiterbestand langlebiger älterer Traditionen schließen lässt.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Petofalva verwendet werden. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Altes Doppelhaus: Denkmalgeschütztes Haus aus 1868 am Hauptplatz.
Elisabethkreuz: zum Gedenken an die Ermordung von Kaiserin Sissi.
Evang. Pfarrkirche A.B.: ObjektID: 18972, Hauptstraße 42, die evangelische Pfarrkirche am westlichen Ortsrand ist ein mächtiger neogotischer Bau aus den Jahren 1900 und 1901, nach den Plänen des Architekten Ludwig Schöne erbaut. Die dreiachsige Portalfront wird von einem hohen Turm mit Pyramidenhelm überragt. Malereien und Einrichtung stammen aus der Bauzeit.
Ehem. Evangelisches Schulhaus: ObjektID: 130740, seit 2016 denkmalgeschützt, Hauptstraße 44
Evang. Pfarrhof: ObjektID: 18973, Hauptstraße 46
Kath. Filialkirche Mariae Geburt: ObjektID: 18971, Gasse (zwischen Hauptstraße 27 und 29), die katholische Filialkirche steht auf einer Terrasse über dem Ort im alten Friedhof. Der turmlose Giebelbau wurde 1797 erbaut und 1813 geweiht. Das Gnadenbild "Mariae Steinwurf" stammt noch aus dem 17. Jahrhundert, die übrige Inneneinrichtung aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.
Portal: zur katholischen Filialkirche und Friedhof

Söhne und Töchter der Gemeinde:
Karl Kalchbrenner (1807–1886), ungarischer Mykologe
Alfred Ratz (1882–1924), Wirtschaftsbesitzer und Politiker
August Ratz (1878–1946), Weinhauer und Politiker

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