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Siget in der Wart

Die Ortschaft Siget in der Wart (Ungarisch: Örisziget) liegt von Wald umgeben im Tal des Zickenbaches (Szék-patak). Die Regulierung des Baches hat das wildromantische Aussehen von Siget verändert. Die Lage der Siedlung ist auch wirtschaftlich vorteilhaft, sie liegt nur einige km von Oberwart, ungefähr einen Kilometer von der zur Staatsgrenze führenden Straße entfernt. Siget in der Wart hat 294 Einwohner (1. Jänner 2017). Durch Siget in der Wart fließt der Zickenbach.

Geschichte: Siget war während der verschiedenen Phasen der Völkerwanderung oft verwaist, die Landnahme und andere Kriege haben den Ort verwüstet. Sei ca. 900 n. Chr. ist Siget zum Schutz der Eisenvorkommen in Kendszék und Vasveroszék von Wachposten besiedelt. Ethnisch dürften die Bewohner von einem "mitziehenden" Volk stammen, der ungarischen Namen von Zuberbach - Szabar - ist auf das Volk der Sabaren zurückzuführen. Anschließend haben sich die Grenzwächtersiedlungen der Umgebung entwickelt. Bis zum 14. Jahrhundert gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen. Ab dem 13. Jh. sind die Familien Szigeti und Szigeti Zarka bekannt. 1482 wurde die Bevölkerung in den Landesadelsstand erhoben.

Die ersten Spuren der Reformation können mit den Jahren 1560-70 datiert werden. Die Bevölkerung von Siget in der Wart gehört dem Augsburger Bekenntnis an (AB). Auch heute noch leben drei Konfessionen der ungarischsprachigen Bevölkerung nebeneinander:

Unterwart ist röm.-kath., Oberwart gehört größtenteils dem helvetischen Bekenntnis (HB) an. Erst 1785 erhielt Siget das Recht auf eine eigene Pfarre. In den Jahren 1960-1961 wurde die Pfarrkirche restauriert. 1994 wurde die zweite Restaurierung der Kirche und des 1821 aus Schlaining angekauften Altares abgeschlossen.

Kunsthistorisch wetvolle Gebäude in Siget in der Wart: Siget ist die kleinste Gemeinde in der Wart. Das älteste Baudenkmal im Ortszentrum ist die Kirche des Hl. Ladislaus, die so genannte "Kleine Kirche". Wahrscheinlich wurde sie in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Die in den 80-er Jahren freigelegten Fresken der alten Kirche von Siget in der Wart, gelten in den Kreisen der Denkmalschützer und Künstler immer noch als kleine Sensation. Diese Fresken sind insofern einzigartig, als dass sie bisher in die Kunstszene des 17. Jahrhunderts nicht eingereiht werden konnten.

Bemerkenswert ist die alte Volksschule im Ortszentrum. Sie wurde 1834-1836 erbaut. Heute beherbergt das Gebäude den Kindergarten.

Im 19. Jh. wurde ein gesellschaftlich wichtiges Objekt, das Dorfhaus errichtet. Das neue Pfarrhaus ist auch ein Beispiel für die traditionell historische Bauweise. Besondere Aufmerksamkeit verdienen einige Privathäuser, welche die historische Bauweise auch nach der Restaurierung behalten haben, und jetzt das Ortsbild verschönern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Ehem. Bauernhaus: ObjektID: 8482, Siget in der Wart 78, das ehemalige Bauernhaus mit Hoflauben wurde restauriert und original eingerichtet.
Evang. Pfarrhof: ObjektID: 8481: Siget in der Wart 79.
Evang. Pfarrkirche A.B.: ObjektID: 8478, die einfache Pfarrkirche wurde 1792 bis 1794 erbaut und erhielt 1820 ihren Westturm mit Spitzhelm. Im gleichen Jahr wurde im Innenraum der klassizistische Kanzelaltar aufgestellt.
Evang. Volksschule: ObjektID: 8480, Siget in der Wart 2, die Schule mit Giebelvorbau und Krüppelwalmdach wurde im 19. Jahrhundert (1834-1836) errichtet.
Gasthaus Kirchenwirt: ObjektID: 8484, Siget in der Wart 3.
Kath. Filialkirche hl. Ladislaus: ObjektID: 8479, die Filialkirche steht auf dem Anger nahe der evangelischen Kirche. Er entspricht dem Typus einer romanischen Kleinkirche über verzogenem Grundriss. Das Schiff stammt aber wahrscheinlich erst aus dem 16. Jahrhundert.
Wohnhaus: ObjektID: 8483, Siget in der Wart 4.

Film: In Siget und Schachendorf im Bezirk Oberwart im Südburgenland wurde im Juni 2015 der ORF-Landkrimi "Kreuz des Südens" gedreht. Im vierten Film der ORF-Landkrimireihe kehrt Andreas Lust als Polizist Tommy nach einem aus dem Ruder gelaufenen Einsatz in seine alte Heimat zurück, in das beschauliche (fiktive) Dorf Reingraben im Burgenland. An der Seite von Andreas Lust spielen weiters Franziska Weisz als Greißlerin, Lukas Resetarits als Bürgermeister, Maria Urban als Nachbarin Traude, Michael Fuith als Wirt sowie Harry Lampl, Alexander Jagsch, Max Mayer, Peter Raffalt, Tina Posch u.a.

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