St. Michael im Burgenland

Sankt Michael im Burgenland ist eine Marktgemeinde mit 960 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Güssing im Burgenland, Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Pusztaszentmihály, der kroatische Sveti Mihalj.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Bezirk Güssing im Südburgenland. St. Michael wird entwässert vom Güttenbach und dem Neuberger Bach. Beide Bäche münden linksufrig in den Strembach.

Gemeindegliederung: Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Gamischdorf, St. Michael im Burgenland und Schallendorf im Burgenland.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pusztaszentmihály verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Sankt Michael im Burgenland seit 1977 (durch VO 63, 12/1977).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Ehemalige Kremsner-Mühle: Das Handwerk war in St. Michael hauptsächlich auf den lokalen Bedarf ausgerichtet. Es war Stz einer Leinweberzunft, Im Ort gab es 13 Meister. Ab 1871 bestand für St. Michael und Umgebung eine Gewerbegenossenschaft. 1929 hatte sie 35 wirkliche und 15 unterstützende Mitglieder. 1910 wurde auf Betreiben des Pfarrers Thomas eine Kunstmühle mit einem Dieselmotorantrieb errichtet. Sie musste 1914 versteigert werden und kam 1917 in den Besitz des Baumeisters Franz Schlögl. 1928 wurde sie vom neuen Besitzer Anton Thaler auf elektrischem Betrieb umgestellt. 1929 übernahm der Amerika - Rückkehrer Franz Kremsner die Mühle. Sie wurde in den 1970er Jahren modernisiert und ein Mischfutterwerk eingerichtet. 1989 wurde die Kremsner - Mühle stillgelegt. Text: Matisovits Margarete, Chronik der Marktgemeinde St. Michael. 1995
Illés-Brunnen: Am steinernen Illés-Brunnen vor dem Feuerwehrhaus erinnert eine Gedenktafel an den damaligen Kreisnotar Josef Illés, welcher 1921 von ungarischen Freischärlern umgebracht wurde.
Josef-Wessely-Haus - Pfarrzentrum: Das Gebäude trägt die Jahreszahl 1909.
Kath. Pfarrkirche hl. Michael: (ObjektID: 28787) am Hauptplatz 1, Mittelalterliche Pfarre. Unter Einbeziehung einer älteren Kirche (Westteil mit Turm) erfolgte 1933 eine Erweiterung, dazu wurde die Kirche neu eingerichtet. Großer Saalbau mit flach geschlossenem Chor. Über drei Schiffjochen und zwei Chorjochen Platzlgewölbe zwischen Gurten auf flachen Pilastern. Die Ausmalung 1933 erfolgte in Beuroner Manier. Burgenländische Gemeinschaft Ausgabe 1977, Nr.11: Die Pfarrkirche der Marktgemeinde St. Michael wurde außen mit einem Kostenaufwand von 150.000 Schilling, für den die Pfarre, die Diözese, die Gemeinde und das Land aufgekommen sind, renoviert. Die Kirche, von der Teile noch aus dem 16. Jahrhundert stammen, soll in nächster Zeit, so hofft Pfarrer Josef Wessely, auch innen gefärbelt und restauriert werden.
Kriegsopferdenkmal: Das Denkmal befindet sich am Hauptplatz in St. Michael. Die Soldatenstatue steht auf einem quadratischen Sockel. Die Inschrift lautet: "Den theuren Helden des Weltkrieges 1914-1918 gewidmet von den opferwilligen Amerikanern der Pfarre St. Michael."
Landtechnikmuseum: Schulstraße 12, die offizielle Eröffnung erfolgte am 8. April 1995 durch Landeshauptmann Karl Stix.
Mariensäule: (ObjektID: 28788), errichtet 1909, In der Nähe der Kirche (Hauptplatz) befindet sich die Mutter Gottes Statue (Mariensäule), die mit den Spenden der zahlreichen Amerika-Auswanderer erbaut wurde.
Radbrunnen: Der gut erhaltene Radbrunnen in der Brunnengasse erinnert daran, wie früher die Wasserversorgung funktionierte. Schatten spendet hier eine Linde, die 1991 zum Jubiläum "70 Jahre Burgenland" gesetzt wurde.

Persönlichkeiten:
Karin Ivancsics (* 1962), Schriftstellerin
Karl Schweitzer (* 1952), Lehrer und Politiker
Josef Szeiler (* 1948), Theaterregisseur

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