St. Nikolaus bei Güssing

St. Nikolaus ist ein Ortsteil von Güssing und hat mit 1.1.2017 205 Einwohner. Der ungarische Ortsname ist Várszentmiklós, der kroatische Sv. Mikula. Aufzeichnungen zufolge geht die Besiedlung von Sankt Nikolaus auf das Jahr 1545 zurück. In diesem Jahr ließen sich 20 kroatische Flüchtlinge aus Slawonien mit ihren Familien in St. Nikolaus. Im Jahr 1598 existierten nur 10 Häuser, von denen die meisten im Jahr 1605 beim Bocskay-Aufstand zerstört wurden. Die Weingärten in St. Nikolaus wurden 1890 durch die Reblaus zerstört. Die Reblaus wurde 1868 mit Rebmaterial aus Nordamerika über Frankreich nach Österreich eingeschleppt, breitete sich rasant aus und vernichtete fast alle Bestände.

Die Kirche von St. Nikolaus bestand bereits 1545 und wurde die Kirche der Kroaten für das gesamte Güssinger Gebiet, sowie der Kroaten von Groß- und Kleinmürbisch, Krottendorf, Hasendorf, Kroatisch Tschantschendorf und Punitz, während die Jakobikirche als Pfarrkirche der Deutschen, und die Augustinerkirche (hier wurde 1648 das Franziskanerkloster errichtet) als Pfarrkirche der Ungarn diente. Auch die Toten aus Kleinmürbisch wurden bis zur Errichtung eines eigenen Friedhofes im Jahr 1822 in St. Nikolaus bestattet. 1580 1633 waren die Priester von St. Nikolaus Lutheraner, ab 1649 Priester des Franziskanerordens aus Güssing. Die alte Kirche befand sich inmitten des Friedhofes. Nach einem Feuer 1897, das die Kirche bis auf die Grundmauern zerstörte, wurden diese niedergerissen und die neue Kirche an ihrem heutigen Platz aufgebaut. Weiters befand sich in St. Nikolaus auch eine Schule, die bis zum Jahr 1824 auch von den Kindern aus Kleinmürbisch besucht wurde.

Radweg: Durch die Ortschaft führt der Radweg B 61 - Wildparkradweg.

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Günter Nikles,
Josef Reichl-Straße 17a/7,
A-7540 Güssing, Österreich