Steinberg-Dörfl

Steinberg-Dörfl (ungarisch: Répcekohalom-Dérföld, kroatisch: Štamperak-Drfelj) ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Oberpullendorf mit 1288 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Etwässert wird Steinberg-Dörfl vom Neuwiesenbach, vom Erlaubach und der Rabnitz

Geografie: Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland im oberen Rabnitztal. Ortsteile der Gemeinde sind: Dörfl und Steinberg. Beides sind typische Straßendörfer.

Gemeindegliederung: Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017): Dörfl (548) und Steinberg (740).

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dörfl und Steinberg.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Unter römischer Herrschaft lagen die heutigen Orte Steinberg und Dörfl in der Provinz Pannonia.

Die Dörfer Steinberg und Dörfl gehörten wie das gesamte heutige Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn).

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die beiden Orte gehören seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Die Marktgemeinde Steinberg-Dörfl entstand 1971 aus der Marktgemeinde Steinberg an der Rabnitz und der Gemeinde Dörfl (durch VO 5 erfolgte Weiterverleihung).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Dörfl:
Alte Schmiede: ObjektID: 49700, Prof.-Anton-Reiterits-Platz 3, Dörfl. Alte Schmiede mit originaler Einrichtung um 1900.
Kapelle Hl. Johannes Nepomuk: ObjektID: 84906, Bründlweg 5, Dörfl. Die Kapelle mit einem Doppelwappen stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Kath. Filialkirche hl. Michael: ObjektID:, 49699, Kirchberg 3, Dörfl. Der spätbarocke Bau aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts steht am Nordende des Ortes in erhöhter Position. An den halbrunden Chor und das hohe Schiff schließt ein vergleichsweise niedriger Westturm an. Hochaltar und Kanzel stammen aus der Bauzeit.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 67401, Dörfl. Inschrift: Heilige Dreifaltigkeit ein einiger Gott erbarme dich unser 1927.
Wallfahrtskapelle Maria Bründl und Oswaldikapelle: ObjektID: 129817, seit 2012 denkmalgeschützt, Bründlweg 6, Dörfl. Die Wallfahrtskapelle Maria Bründl ist eine römisch-katholische Kapelle im Ort Dörfl in der Marktgemeinde Steinberg-Dörfl im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland und steht mit der daneben stehenden Beichtkapelle unter Denkmalschutz. 1677 begann eine Wallfahrt zu einer Marienstatue neben einer Quelle. Die Wallfahrtskapelle steht westlich vom Ort Dörfl in einem Wald und wurde 1720 mit Gabriel Esterházy erbaut. Der langgestreckte einschiffige Bau wurde ein Südturm vorgestellt, welcher im Erdgeschoss eine kleine Vorhalle zur Kirche bildet. Über dem offenen Rundbogenportal ist eine Nische mit der Steinfigur Maria mit Kind auf einem Sockel und einem Doppelwappen, welche laut Inschrift 1677 von Matthias Hedly gestiftet wurde. Der dreijochige Saalraum mit einem flachen Platzlgewölbe zwischen Gurten und Pilastern hat ein viertes niedriges flach geschlossenes Joch als Sakristei. Der Altar zwischen dem 3. und 4. Joch aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts ist eine Rokoko-Retabelwand mit Opfergangsportalen und zeigt das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe. Die Beichtkapelle neben der Kapelle ist ein kleiner barocker Bau mit geschweiftem Giebel. Der Altar aus dem 18. Jahrhundert zeigt das Altarbild Sieben Schmerzen Mariens und trägt eine Figur hl. Sebastian.

Steinberg:
Friedhofskapelle: ObjektID: 84905, Steinberg.
Gnadenstuhl: ObjektID: 84903, Steinberger Landesstraße (L 332) Steinberg. Inschrift: Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser. Errichtet durch Wohlthäter 1873.
Kath. Pfarrkirche hl. Wenzel: ObjektID: 50206, Raiffeisengasse 2, Steinberg. Die römisch-katholische Pfarrkirche Steinberg an der Rabnitz steht in der Ortschaft Steinberg an der Rabnitz in der Gemeinde Steinberg-Dörfl im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland. Sie ist dem heiligen Wenzel geweiht und gehört zum Dekanat Oberpullendorf in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Die Pfarre wurde wahrscheinlich im Mittelalter gegründet, und war danach zeitweise protestantisch. Die heutige Pfarre wurde in den Jahren 1647 bis 1651 errichtet. Die mittelalterliche Kirche stand an einem anderen Standort abseits des Marktes auf einem Berg. Die Reste des mittelalterlichen Kirchenbaus sind heute noch sichtbar. Der heutige klassizistische Kirchenbau stammt laut Inschrift mit Chronogram über dem Westportal aus dem Jahr 1785 und wurde 1914 renoviert. Laut der Inschrift auf dem Keilstein im Sakristeiportal wurde die Kirche 1954 restauriert. Der Turm wurde 1974 einer Außenrenovierung unterzogen.
Neue Mittelschule & Hauptschule Marianum Steinberg: Schule der Schwestern vom Göttlichen Erlöser.

Persönlichkeiten:
Söhne und Töchter:
Alois Stimakovits (1897–1961), Maurermeister und Politiker (ÖVP)
Ludmilla Martinkovics (* 1935), ehemalige österreichische Politikerin (ÖVP)
Gabriel Wagner (* 1940), ehemaliger österreichischer Politiker (ÖVP, danach FPÖ)

Personen mit Beziehung zum Ort:
Ernst Joseph Görlich (1905–1973), Historiker und Schriftsteller, lebte in Steinberg und hier verstorben

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