Urbersdorf

Urbersdorf ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Güssing im Bezirk Güssing. Urbersdorf wurde nach dem Inkrafttreten des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes am 1.1.1971 der Großgemeinde Güssing angegliedert. Die Ortschaft hat mit 1.1.2017 229 Einwohner. Der ungarische Name lautet Orbánfalu bzw. Orbánfalva. Urbersdorf wird durchflossen von: Haselgraben, Hausgraben, Limbach und Strem. Der Urbersdorfer Stausee wird durch den Limbach aufgefüllt.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Orbánfalu bzw. Orbánfalva verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Einwohner 1693 waren: Gregor PFAIFER, Hanz GRELLER, Jerg KEDL, Michl TOMSICS, Faitl KOHOBER, Jörg UNGER, Christian PFAIFER, Philipp MARXL, Peter HASER, Michl KLEPAIS, Gregor STRANCZL, Michl GRISSL, Lorenz HOFER, Jerg SVAINCZER, Michl GRELLER, Philipp BUSICS, Hanzin (= Frau/Witwe von Hanz) KLEPAIS, Andras POSTA, Michl LISZT (frei), Michl NIKIS, Michl KLEPAIS, Motezin (=Frau/Witwe von Motez) GRELLER, Hanzs ASZTL, Jerg KLEPAIS, Hans CZITTERMANN, die Waisen von Janos NAGY, Jerg HOANNER, Janos TOMASICS, Michl KLINICHFATER, Jerg HORRER, Hanz KHEPPL, Paul KHEDL, Adam TROMBITAS, Jerg CZITTERMANN, Plaz POSTA HOFFER, Farkas CSEREPEZÖ, Peter TIERJEZL, Balint BOROSTYANI, Mottez KEDL (Richter=Bürgermeister), Hanzl HOARRER, Christian PFAIFER, Jokl, Hanz GRELLER, Hanz HAMEDLI, Paul REKHER, Hanz STIFFTER; Söllner: Michl FIERHEZL, Michl ROZNER.

1750: Georg REILIMANN (Richter=Bürgermeister), Michael UNGER, Hans KEDL, Michl ASTL, Matthias GRÖLLER (Geschworene=Gemeinderäte); Georg und Michl STRANZL, Georg SAKACSICS, Hans SCHATZ, Georg MAGYORI (kroat. Lehrer aus Rechnitz).

Lehrer in Urbersdorf waren:
PUTZ Joseph, starb 1833, bis 1833
MÜLL Michael (unterrichtete 1854 25 Knaben und 17 Mädchen) 1835 - 1854
1856 wurde ein neues Schulgebäude errichtet. Weitere Lehrer waren:
GEIER Anton 1859
HAUSMÜLLER 1862 - 1864
GARTNER Franz 1865 - 1873
FISCHL Franz 1874 - 1884
RATZ Adolf 1885 - 1897
KÖNIG Franz 1898 - 1913
HALMOS Franz 1913 - 1921
HABETLER Theresia (Schwester von Franz Halmos) 1921 -1923
HOTWAGNER Georg 1923
WINKLER Irene 1923 -

Sonstiges: 1856 wurde ein neues Schulgebäude errichtet. 1858 wurden 6 Häuser durch ein Feuer zerstört, die neuen Häuser der betroffenen Familien wurden an anderen Plätzen aufgebaut. Im Jahr 1893 wurden die Weingärten durch die Reblaus zerstört. Diese wurde mit Rebmaterial aus Amerika über Frankreich nach Österreich eingeschleppt und vernichtete fast alle Bestände. Die Malereien in der Kirche wurden von Adolf BAUER, Nr. 27 bezahlt, welcher das Geld in Amerika gesammelt hat.

Urbersdorf ist schönster Ort: Die Gärtner des Burgenlandes bewerten jedes Jahr Städte, Gemeinden, Plätze und Privathäuser bezüglich Blumenschmuck. Die Besten werden dann jeweils vor den Vorhang gebeten und mit Blumengutscheinen belohnt. 2009 konnte sich, zur Freude der Verantwortlichen, Urbersdorf als Sieger des Bezirkes Güssing durchsetzen. Die fleißigen Damen von Urbersdorf freuten sich über den 1. Preis. Quelle: Bezirksblatt vom 5.1.2009 (Rückblick).

Vereine:
Ortsweinbauverein Urbersdorf: Der Ortsweinbauverein wurde im September 1976 gegründet und hat den Zweck, die Interessen des Weinbaues im Gebiet des Ortsvereines wahrzunehmen und mit Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse bestmöglich zu fördern. Im Jahr 2003 errichtete der Weinbauverein gemeinsam mit dem Verschönerungsverein an der Ortseinfahrt an der Bundesstraße B 56 eine historische Weinpresse aus dem Jahre 1755. In ungezählten Arbeitsstunden wurde die Weinpresse (...) restauriert und neu aufgestellt. Die Weingärten der Urbersdorfer Weinbauern liegen in den Rieden der Nachbarortschaften Glasing, Sumetendorf und Strem und umfassen mit 9,5ha eines der kleinsten Anbaugebiete Österreichs. Blaufränkisch, Welschriesling, Zweigelt und Uhudler werden zum größten Teil "ab Hof an die Kunden verkauft. Historische Angaben sind bei P. Gratian Leser in der Güssinger Zeitung zu lesen, dass bereits um 1750 die Einwohner von urbersdorf am Stremer, meistenteils aber am Sumetendorfer und Glasinger Gebiet Weingärten hatten. 1893 verwüstete die Reblaus die Weingärten, die Urbersdorfer pflanzten jedoch wieder neue Weinstöcke. "In den Weinkellern verbrachten die Alten bei Fleisch und Wein ihre besten Zeiten. Hier vergaßen Sie Kummer und Sorgen, hier stärkten sie ihre ermatteten Glieder, hier fassten sie neuen Mut zur weiteren Arbeit und begaben sich bei Anbruch der Nacht in erheiterter Stimmung mit einigen Flaschen im Tornister in ihr Heim".
Verschönerungsverein Urbersdorf: Am 27. März 1978 wurde der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Urbersdorf gegründet. Der Zweck des Vereines besteht in der Pflege und Erweiterung des Fremdenverkehrs im Vereinsgebiet durch zeitgemäße Werbung und allmähliche Ausgestaltung der dem Fremdenverkehr dienenden Einrichtung und Anlagen, sowie in der Verschönerung des Ortes und der für den Fremdenverkehr in Betracht kommenden näheren Umgebung durch eigene Tätigkeit und durch entsprechende Einflussnahme auf die Ortseinwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Apfelbaumallee: Die Apfelbaumallee befindet sich an der Alten Bundesstraße, diese Strecke diente früher als Bundesstraße von Güssing nach Urbersdorf und ist heute von malerischen Streuobstbäumen gesäumt.
Clusius Naturwildpark Güssing: 1999/2000 wurde der Clusius-Naturlehrpfad erneuert. Dieser verläuft seit über 20 Jahren rund um den Urbersdorfer Stausee und stellt mit dem angrenzenden Wildgehege ein beliebtes Ausflugsziel dar. Durch die 12 handbemalten, naturkundlichen Tafeln entlang des 2,5 km langen Wanderweges kann allerlei Wissenswertes über die Natur und deren Nutzung gelernt werden. Sehr beeindruckend wirken auch die über 100 Jahre alten Eichenbäume. Bei den Kindern und auch Erwachsenen überaus beliebt ist das Wildgehege, wo man verschiedene Tierarten beobachten kann.
Filialkirche Urbersdorf: Die denkmalgeschützte katholische Filialkirche zur Seligsten Jungfrau Maria, wurde im Jahr 1907 erbaut und befindet sich in Urbersdorf 19.
Hengstpresse: In Urbersdorf ist eine Hengstpresse aus dem Jahr 1755 zu betrachten. Die Presse wurde im Jahr 2003 vom Weinbauverein gemeinsam mit dem Verschönerungsverein errichtet. Örtlich befindet sich die Hengstpresse, zusammen mit einem Zierbrunnen und vielen Blumen, beim Kreuzungsbereich mit der B56, der Geschriebensteinstraße, Richtung Hausgraben.
Mooreiche: Eine Mooreiche, ist eine oft 1000 Jahre alte, viele Meter tief, dicht verschütteter Eichenstamm. Die Schwarzfärbung kommt nicht, wie oft fälschlich angenommen wird, durch Verkohlung, sondern durch Verbindung der Erdfeuchte mit der Gerbsäure zustande.
Stausee: Mitten im südburgenländischen Naturpark Weinidylle liegt der Urbersdorfer Stausee. Der Stausee wird durch den Limbach kontinuierlich aufgefüllt.

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