Wallern im Burgenland

Wallern im Burgenland ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich mit 1714 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Valla.

Geografie: Wallern im Burgenland liegt im Seewinkel, wenige Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt. Mit einer Seehöhe von 120 m zählt Wallern zu den tiefstgelegenen Orten Österreichs.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Valla verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Wallern im Burgenland seit 1998.

Wappen: Blasonierung: "In dem von Rot und Gold schräglinks geteilten Schild oben aus grünem Hügel drei goldene, rot besamte, vierblätterige Blüten auf beblätterten Stengeln wachsend, unten ein grüner Turm, der durch eine goldene, rechteckige Türöffnung, eine Nische, ein rechteckiges Fenster, eine Uhrscheibe und ein Rundbogenfenster gegliedert ist." Die Gemeindefarben sind Rot-Gold.

Gemeindepartnerschaften: Wallern an der Trattnach in Oberösterreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 6155, Pamhagenerstraße, die Dreifaltigkeitssäule ist ein sich nach oben verjüngender Pfeiler mit abgefasten Kanten, der auf einem hohen, quadratischen Sockel steht, der gefeldert ist. Über dem toskanischen Kapitell steht eine Dreifaltigkeitsgruppe in Form eines Gnadenstuhls. Der Stein ist geschlämmt. Der Bildstock wurde 1988 restauriert.
Glockenturm: ObjektID: 6158, bei Hauptstraße 22, der Glockenturm wurde 1784 am ehemaligen Anger errichtet. Der Turm ist ein dreigeschoßiger, Bau über einem quadratischen Grundriss. Darüber ist ein achteckiger Steinpyramidenhelm. Die grau gefärbte Rieselputzfassade ist durch horizontale Gesimsbänder und Ecklisenen schlicht gegliedert. Die Fenster- und Türrahmungen sind weiß verputzt. Die Schallfenster sind rundbogig, das Portal segmentbogenförmig geschlossen. Über dem Portal ist eine Nische mit einer Maria-Immaculata-Statue aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts.
Immaculatasäule: ObjektID: 6160, Hauptstraße, die Säule wurde laut Inschrift 1875 am Dorfanger im Stil der Neugotik errichtet. Über einem quadratischen Sockel ist ein oktogonaler, in Wimpergen endender Pfeiler. Darauf ist eine stark überarbeitete Figur einer Maria Immaculata. Der Bildstock trägt folgende Inschrift: "O Maria/ohne Sünde empfangen/bitte für uns/die wir zu dir/unsere Zuflucht/nehmen!/Ave Maria" Rund um die Säule ist eine vierpassförmige Maßwerkbrüstung mit leicht überhöhten Eckpfeilern.
Marienkrönungssäule: ObjektID: 6156, bei Wassergasse 1, im Vorgarten des Pfarrhofes steht eine korinthische Säule mit würfelförmigem Sockel. Das Kapitell und die Figurengruppe sind aus einem Stein gemeißelt. Der Stein ist geschlämmt und sowohl Taube als auch die Krone vergoldet.
Pfarrkirche Wallern im Burgenland: ObjektID: 6157, Kirchengasse 23, die römisch-katholische Pfarrkirche Wallern im Burgenland steht in der Marktgemeinde Wallern im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland. Die Pfarrkirche hl. Matthäus gehört zum Dekanat Frauenkirchen in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Eine Pfarre wurde 1734 genannt. Eine kleine Kirche wurde 1761 baulich erweitert. 1881 erfolgte mit dem Stadtbaumeister Josef Schmalzhofer aus Wien eine Erweiterung. 1931 wurde die Kirche baulich verändert. 1974 war eine Restaurierung. Der große einfache Kirchenbau hat nördlich eine eingezogene Rundapsis und östlich der Polygonalchor der barocken Kirche. Der südseitig freistehende Turm aus 1761 hat durchgehend ionische Eckpilaster und trägt einen vierseitigen Pyramidenhelm. Das fünfjochige Langhaus ist ein großer tonnengewölbter Raum. Im barocken Chor wurde eine Kriegergedächtniskapelle eingerichtet.
Toskanische Säule hll. Wendelin u. Leonhard: ObjektID: 6159, der Bildstock ist eine toskanische Säule auf einem hohen quadratischen Sockel von 1802. Zwischen dem Schaftring und der Perlenschnur ist Rosettendekor. Der Echinus ist von einem Eierstab umkleidet. Über dem Abakus ist ein hoher, gebälkartiger Aufsatz mit einem würfelförmigen Architrav, Zahnschnitt und weit ausladendem Kranzgesims. Darauf stehen zwei Figuren der beiden Schutzpatrone des Viehs, des heiligen Wendelins und des heiligen Leonhards.

Söhne und Töchter der Gemeinde:
Johann Müllner (* 1932), österreichischer Politiker
Katharina Pfeffer (* 1951), österreichische Politikerin
Ignaz Baumann, österreichischer Politiker und Diplomlandwirt

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