Wiesen

Wiesen (ungarisch: Rétfalu, kroatisch: Bizmet) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland.

Geografie: Wiesen liegt am Fuße des Rosaliengebirges zwischen Bad Sauerbrunn und Forchtenstein auf einer Höhe von 306 m ü. A. Im Gemeindegebiet befindet sich der Naturpark Rosalia-Kogelberg. Ortsteile sind Anger, Dorf, Graben und Wiesen Nord. Durch Wiesen fließt der Edlesbach.

Nachbargemeinden: Bad Sauerbrunn (Bez. Mattersburg, Bgld.), Forchtenstein (Bez. Mattersburg, Bgld.), Katzelsdorf (Niederösterreich), Lanzenkirchen (Niederösterreich), Mattersburg (Bez. Mattersburg, Bgld.) und Pöttsching (Bez. Mattersburg, Bgld.).

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesen dann in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rétfalu verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Seit 1997 ist Wiesen Marktgemeinde.

Gemeindepartnerschaften: Deutschland Wittingen, Niedersachsen

Landesblumenschmuck-Wettbewerb: Die Marktgemeinde Wiesen wurde beim Landesblumenschmuck-Wettbewerb 2016 zum schönsten Dorfplatz des Bezirkes gekürt. Wiesen wurde bereits 2015 schönste Gemeinde des Burgenlandes und konnte deshalb heuer in dieser Kategorie nicht teilnehmen. Im heurigen Jahr nahm Wiesen in der Kategorie schönster Dorfplatz teil und wurde mit dem schönsten Dorfplatz belohnt.

Wappen: Blasonierung: "Im Schilde geteilt, oben gespalten von Grün und Gold eine goldene Obstschale, in Gold eine natürliche Erdbeere, unten gold und grün gespickelt." Das Wappen wurde am 11. Februar 1981 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bilderbogen: Bilderbogen von Wiesen.
Bildstock: ObjektID: 20517, Ecke Sauerbrunner Straße/Haselnussgasse vor Nr. 28, Kreuz, auf der Roten Erde, an der Straße nach Norden. Steinpfeiler mit Inschrift 1710. Der Bildstock wurde im Herbst 2011 zerstört.
Bildstock, Wetterkreuz: ObjektID: 20520, Kreuzung Forchtenauer Straße/Obere Lindengasse.
Bürgerhaus: Gartengasse 20.
Bürgerhaus: ObjektID: 20508, Hauptplatz 5, Barockes Stöckl mit hohem Kellergeschoß.
Ehem. Pfarrkirche hl. Barbara/Aufbahrungshalle: ObjektID: 20504, Kirchengasse, ehemalige Ausstattungen dieser Kirche befinden sich in der neuen Neuen Pfarrkirche Hl. Geist.
Erdbeeren: Wiesen ist weit über die Landesgrenzen als Erdbeerdorf bekannt. Im Juni werden sie auch im Straßenverkauf angeboten.
Festival: Das Festivalgelände von Wiesen.
Neue Pfarrkirche Hl. Geist: Die in der Ortsmitte stehende Neue Pfarrkirche wurde von 1958 bis 1962 nach den Plänen des Architekten Josef Patzelt erbaut. Aus der alten Pfarrkirche hl. Barbara beim Friedhof wurde der Taufstein aus dem 18. Jahrhundert, ein Kruzifix aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, eine Relieftafel Bergpredigt von der ehemaligen Kanzel aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und eine Statue Heilige Barbara aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hierher übertragen.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 20514, Sauerbrunner Straße, die Dreifaltigkeitssäule im Ortszentrum wurde nach einer Epidemie im Jahr 1831 errichtet.
Wegkapelle hl. Johannes Nepomuk/Angerkapelle: ObjektID: 20519, bis 2013 denkmalgeschützt, bei Bahnstraße 146, 1719 erbaut. Einfache Sandsteinfigur des Heiligen Johannes Nepomuk mit der Inschrift I. 1808 P. Die Kapelle wurde 2009 zerstört.

Veranstaltungen: Seit 1976 finden auf dem im nördlichen Teil von Wiesen gelegenen Festivalgelände regelmäßige Veranstaltungen statt. Das charakteristische Festzelt, eine Stahlseilkonstruktion, bietet Platz für 4000 Besucher, ein Open-Air-Bereich für weitere 4000. Festivals wie Forestglade, Sunsplash, Two Days A Week, Spring Vibration, GrooveQuake oder das Urban Art Forms Festival bringen insgesamt über 100.000 Besucher in die Erdbeergemeinde. Das Jazzfest Wiesen findet jährlich im Juli statt.

Persönlichkeiten:
Johann Habeler (1895–1967), Baupolier und Politiker
Manfred Kremser (1950–2013), Ethnologe und Bewusstseinsforscher

Ehrenbürger der Gemeinde:

Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung einer Person, die von der Gemeinde mit Gemeinderatsbeschluss vergeben wird.

Königreich Ungarn:
Gustav Degen (verliehen am 1. Oktober 1893) – Reichstagsabgeordneter
Karl Kadnár (verliehen am 23. Dezember 1916) – stellvertretender Sektionschef der k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft

I. Republik:
Rudolf Zoffmann (verliehen am 5. Juli 1923) – ehemalige Schuldirektor
Josef Erdt (verliehen am 27. Juni 1927) – Dechant und Ortspfarrer
Anton Schreiner (verliehen am 24. November 1929) – ehemaliger Landeshauptmann
Michael Koch (verliehen am 24. November 1929; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat, Landtagspräsident und Mitglied des Bundesrates
Otto von Habsburg-Lothringen (verliehen am 6. Mai 1934; aberkannt am 5. April 1938) – Kaisersohn im Exil
Engelbert Dollfuss (verliehen am 6. Mai 1934; aberkannt am 5. April 1938) – Bundeskanzler
Kurt Schuschnigg (verliehen am 16. September 1934) – Bundeskanzler
Hans Sylvester (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landeshauptmann
Franz Strobl (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat
Michael Berthold (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat

II. Republik:
Alois Seibert (verliehen am 22. Juli 1952) – Dechant und Ortspfarrer
Johann Habeler (verliehen am 10. Februar 1957) – Landtagsabgeordneter
Eugen Julius Strobl (verliehen am 19. April 1969) – Verdienste um den Bau der neuen Kirche
Johann Habeler (verliehen am 29. November 1975) – Volksschuldirektor
Karl Toder (verliehen am 29. November 1975) – Ortspfarrer seit 1954

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