Wimpassing an der Leitha

Wimpassing an der Leitha ist eine Gemeinde mit 1488 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich, die unmittelbar mit der niederösterreichischen Ortschaft Wampersdorf (Ortsteil von Pottendorf, Bezirk Baden) verbunden ist. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Vimpác.

Geografie: Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland an der Grenze zu Niederösterreich nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Wimpassing an der Leitha ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Nachbargemeinden: Leithaprodersdorf, Hornstein, Pottendorf (NÖ) und Seibersdorf (NÖ).

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Funde aus der Jungsteinzeit deuten auf eine prähistorische Siedlungsgeschichte hin. Später unter den Römern lag das heutige Wimpassing dann in der Provinz Pannonia. 1587 wurde von den Franziskanern in Wimpassing ein Kloster gegründet, in dem im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts einige deutschsprachige Drucke erschienen, wie der "Psalter von Wimpassing" (1593)[1] und andere religiöse Werke.[2] Damit war Wimpassing der erste Ort im Gebiet des heutigen Österreichs, in dem deutschsprachige Buchdrucke entstanden. Seit 1628 wurde das Kloster von den Minoriten genutzt und 1787 unter Joseph II. zunächst aufgehoben.

Wimpassing an der Leitha gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Vimpác verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

1929 kam der Krankenpflegeorden der Kamillianer nach Wimpassing und nutzt seitdem das ehemalige Franziskanerkloster.

Wappen: Das Wappen ist in den Farben Rot-Gold-Blau gehalten. Blasonierung: Das goldene Kreuz steht für das Wimpassinger Kreuz und die Pfarrkirche zur Unbefleckten Empfängnis. Die goldene Brücke und die blaue Leitha nehmen Bezug auf historische und topografische Elemente - an Stelle des heutigen Wimpassing befand sich im frühen Mittelalter an der Leithabrücke eine Grenzwächtersiedlung - symbolisiert wird aber auch die Lage der Grenzgemeinde an der Leitha. Die Brücke ist seit jeher aber auch ein Symbol für das Streben der Menschen, Trennendes zu überwinden und auf diese Weise Land und Leute mit ihren Kulturen, Ideen, Ansichten und Werten zu verbinden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bildstock: ObjektID: 27247, Friedhofkreuz. Der Pfeiler mit 1650 bezeichnet. Die Figur ist neuerem Datums.
Bruchsteinmauer/Wehrmauer: ObjektID: 27244, Kirchengasse 17, die ehemalige Wehrmauer des Klosterareals hat fünf Rundbastionen, zum Teil vermauerte Schießscharten und mehrere Epitaphe.
Bründlkapelle am Pfarrhof: 1877 erbaut, neugotisch
Ehem. Minoritenkloster, Pflegeheim-Tagesheimstätte: ObjektID: 27242, Kirchengasse 17, ein dreiflügeliger Bau, der unter Verwendung älterer Bauteile um 1700 errichtet wurde. Der Nordflügel wurde 1970 um ein Geschoss erhöht.
Gnadenstuhl: ObjektID: 27246, Lorettostraße, auch als Dreifaltigkeitssäule bezeichnet. Der Gnadenstuhl befindet sich auf einem quadratischen Pfeiler und wurde 1722 errichtet. Im Jahr 1992 erfolgte eine Generalsanierung.
Grauer Stein: Der Graue Stein ist ein beliebtes Wanderziel der Wimpassinger Bevölkerung und liegt im nahen Leithagebirge.
Kath. Pfarrkirche, Zur Unbefleckten Empfängnis: ObjektID: 27238, die Kirche mit dem ehemaligen Minoritenkloster ist mit einer befestigten Mauer aus dem 16. Jahrhundert umgeben. Die Kirche der mittelalterlichen Pfarre wurde im 14. Jahrhundert genannt. 1587 erfolgte mit dem Freiherr von Stotzingen die Gründung eines Franziskanerklosters. Nach einer Erweiterung der älteren Kirche wurde die Kirche 1593 geweiht. 1628 übernahmen die Minoriten das Kloster. Kirchen und Kloster wurden im Türkenkrieg 1683 zerstört. Der Kirchenneubau wurde 1723 geweiht. 1787 wurde nach der Aufhebung des Klosters eine weltliche Pfarre gegründet. Ab 1929 - die Kriegsjahre ausgenommen - haben die Kamillianer das Kloster übernommen. Renovierungen wurden 1882/1883 durchgeführt, eine Innenrestaurierung 1952/1960. Nach einem Brand fand von 1972/1974 eine Innenrestaurierung statt.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule, Immaculata mit Pestheiligen: ObjektID: 27245, Hauptstraße 8, ein hoher Sockel mit Steinfiguren an den Eckpodesten und auf einer Säule die Immaculata. Die Pestsäule wurde im Jahr 1713 errichtet. Auf den Voluten befinden sich der Hl. Rochus, Sebastian, Franz Xaver, Franz von Assisi und die liegende Figur der Hl. Rosalia.
Wimpassinger Kreuz: Zwischen 1784 und 1939 befand sich in der Pfarrkirche das 'Wimpassinger Kreuz,' ein bedeutendes Kulturdenkmal, das ursprünglich in der Wiener Minoritenkirche aufgestellt war. 1939 wurde das Kreuz zu Restaurierungsarbeiten nach Wien gebracht und verbrannte 1945 im Stephansdom. Dort befindet sich heute eine Kopie des Kreuzes.
Wirtschaftsgebäude: ObjektID: 75057, Kirchengasse 17

Sport: Leitharadweg: Der Leitha-Fahrradweg führt durch Wimpassing.

Vereine: Wimpassing ist auch für sein aktives Vereinsleben bekannt, denn nicht weniger als sechzehn Vereine kann dieser Ort sein Eigen nennen. Unter anderem gibt es den Sportverein Wimpassing (SVW, gegründet 1926), die Freiwillige Feuerwehr und einen Tischtennisverein; ebenso den Pensionistenverband, den Seniorenbund, den Elternverein, die Chorgemeinschaft, den Allsport-Club, den Biker-Club B16, den Reit- und Fahrverein Leitha Au, Reit- und Fahrverein Wimpassing (welcher den amtierenden Landesmeister im Gespannfahren stellt), wie auch die Kinderfreunde Wimpassing. Bekannt ist auch der Tennisverein Wimpassing. Auch die Jagdgesellschaft, die Bücherei Wimpassing, die Stiftung Kinderheim und der Pfarrgemeinderat sollten hier Erwähnung finden. Weiters ist auch der Künstlerverein hinterm Leithaberg (welcher mit anderen Künstlervereinen vernetzt ist) zu erwähnen.

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