Woppendorf

Woppendorf ist ein Ort im südlichen Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Politisch gehört es zur Großgemeinde Hannersdorf. Der ungarische Name des Ortes ist Varujfalu. Durch Woppendorf fließt der Bach von Woppendorf und die Pinka.

Mit 126 Einwohnern (1. Jänner 2017) ist Woppendorf der kleinste Ortsteil der Großgemeinde Hannersdorf.

Geschichte: Der Ort dürfte eine Neugründung auf der Stelle des verödeten Dorfes "villa corradi", das in Urkunden des 13. Jahrhunderts genannt wird, gewesen sein. Es gehörte zur Herrschaft Burg. Erstmals gesichert urkundlich erwähnt wird Woppendorf als "Ujfalu" (Neudorf). Der Name "Woppendorf" leitet sich von den Wappenträgern ab, die dort Sicherungsposten der Burganlage waren. Woppendorf liegt 260 m über dem Meeresspiegel. Etwa 200 m nördlich des Ortes gab es Kalk, der dort noch bis 1920 gebrochen und gebrannt wurde. Am Südende des Dorfes waren zwei Steinbrüche, die heute nicht mehr in Betrieb sind. 1830 wurde die Kirche erbaut. 1873 wurde die Ortschaft von einer fürchterlichen Choleraepidemie heimgesucht, daran erinnert das der hl. Rosalie geweihte Cholerakreuz. Während des 2. Weltkrieges wurde ein Gemeinde- und Rüsthaus im Rohbau aufgestellt, das 1952 fertig gestellt wurde. Um den Landwirten die Arbeit auf dem Felde zu erleichtern, wurde 1966 mit der Grundzusammenlegung begonnen. 1969 wurde eine neue Pinkabrücke errichtet. 1975 fand eine Restaurierung der Kirche statt. Ein Zubau des Gemeinde- und Rüsthauses erfolgte 1993, mit dem Bau der Kanalisationsanlage wurde im Jahr 1995 begonnen.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Várújfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. 1971 wurden die Gemeinden Burg und Woppendorf mit Hannersdorf zusammengelegt.

Auswanderung: Die meisten Auswanderer aus diesem Dorf nahe Großpetersdorf wanderten nach Allentown, Coplay, Northampton, Bethlehem und Chicago aus, wo einige von ihnen heute noch in Burgenländer-Vereinen führend tätig sind. Die Auswanderung begann im Jahre 1900 und erfuhr in den 50er Jahren noch einmal einen Höhepunkt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Johannes der Täufer: Die Filialkirche befindet sich in Woppendorf 84 und ist unter der ObjektID: 8168 denkmalgeschützt. Die kleine Kirche mit halbrunder Apsis sowie vorgestelltem Südturm wurde 1830 erbaut und 1976 erweitert.

Disclaimer

Einige Texte sind von der freien Wikipedia kopiert und angepasst worden. Die allermeisten Bild- und Mediendateien sind aus eigener Quelle und können auf Anfrage für eigene Webseiten verwendet werden. Sollten sich dennoch Bild- oder Mediendateien auf dieser Seite finden, welche einen Copyright unterliegen, so bitte ich um Verständigung per Email guenter.nikles@gmx.at, damit ich einen Copyright-Vermerk bzw. Weblink anbringen kann, bzw. auf Wunsch die Bild- oder Mediendateien löschen kann.

Kontakt

Bevorzugte Kontaktaufnahme ist Email.

Telefon: 0677/61984675
Telefax: 03322/44384
Email: guenter.nikles@gmx.at
Website: www.nikles.net

Günter Nikles,
Josef Reichl-Straße 17a/7,
A-7540 Güssing, Österreich