Gaas

Der Ort Gaas ist ein Ortsteil der Gemeinde Eberau im Burgenland und hat 273 Einwohner (Stand 1. Jänner 2018). Gaas liegt als Schmalangerdorf an der Pinkataler Weinstraße. Der ungarische Name lautet Pinkakertes und der kroatische Kerteš. Der Ort liegt auf einer Seehöhe von 209 Meter. Entwässert wird Gaas vom Graben von Maria Weinberg (rechter Zubringer zur Pinka), dem Rodlingbach und der Pinka. Beim Tennisplatz, knapp vor der B56, mündet der Rodlingbach rechtsufrig in die Pinka.

Geschichte: Der Ort wird im Jahre 1221 urkundlich zur Burg Kertes gehörig genannt. Am dreiseitigen Anger liegen Streckhöfe und Hakenhöfe zumeist mit der Giebelseite zum Anger. Im Westen des Ortes liegt eine Kellergasse mit schmalen Kellerhäusern.

Die Filialkirche Hl. Anna steht mittig im Ort. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Weinberg steht südlich des Ortes weithin sichtbar am Hang des Kulmer Waldes an der Stelle der ehemaligen Burg Kertes. Der angrenzende Friedhof ist denkmalgeschützt.

Ortsnamensformen: villa Kertes 1221, castr. de Kertus 1271, castr. Kerthes 1369, Kertyus 1398, Kertheus 1401, Kerthes 1410, Kerthews 1447, Kertes seu Gáz 1698, Gaas 1786.

Deutung: "Die Namensformen Gaas und Kertes sind, wie schon Moór richtig gesehen hat, nicht voneinander zu trennen, ja der dt. ON Gaas ist Laut für Laut auf magy. kertes "mit einer Einfriedung versehen" zurückzuführen. Der Ersatz des magy. k- durch das bairische g- braucht uns nicht zu verwundern, da magy. -k- unbehaucht ist; ebenso natürlich ist der Ersatz des offenen amagy. e-Lautes durch das mhd. -ä- des dt. Sekundärlautes, der vermutlich noch im 13. Jhd. zu hellem -a- wurde. Die Vertretung des magy. -s- durch heutiges dt. -s- und die Synkope der Lautfolgetes weisen auf eine relativ frühe Entlehnung hin. Wie bei Kohfidisch haben wir vielleicht auch hier an einen von einem schützenden Zaun umgebenen Ort zu denken." (Kranzmayer/Bürger, 1957, S. 58)

Wanderwege: Durch Gaas bzw. Maria Weinberg führen die Wanderwege Gaas- Maria Weinberg Rundweg und Steinfurt - Rundweg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Dreieckskapelle:, Die Dreieckskapelle steht am Güterweg zwischen Gaas und Maria Weinberg. Die sehr seltene Form der Dreieckskapelle wurde am 10. Juni 2012 von Pfarrer Mag. Karl Schlögl gesegnet. Der Obmann Bgm. Walter Strobl konnte eine große Anzahl der Ortsbevölkerung begrüßen. Er überreichte an Herrn Johann Raubold eine Ehrenurkunde, der mit sehr viel Liebe und Genauigkeit in vielen Stunden die Kapelle sanierte. Die Familien Grosz, Mattis und Perl haben die Statuen der Hl. Anna, des Hl. Sebastian und des Hl. Leonhard gesponsert. Die Kulturförderung betrug laut Kulturbericht 2012, 750,00 Euro.
Ehem. kath. Volksschule: Die ehem. kath. Volksschule befindet in Gaas 77, neben der Filialkirche Hl. Anna und ist unter der ObjektID: 28535 denkmalgeschützt.
Familienkapelle: Die Familienkapelle befindet sich in Gaas-Weinberg und ist unter der ObjektID: 28537 denkmalgeschützt. An der Familienkapelle führt der Rundweg Gaas - Maria Weinberg vorbei.
Filialkirche Hl. Anna: Die Kath. Filialkirche Hl. Anna steht im Zentrum von Gaas und ist unter der ObjektID: 28515 denkmalgeschützt. 1739 als Kapelle erbaut, 1892 erweitert. Einschiffiger Bau mit eingezogener Apsis. Vorgestellter Ostturm mit Zwiebelhelm.
Friedhof: Der Friedhof von Gaas (Maria Weinberg) ist unter der ObjektID: 28517 denkmalgeschützt. Unter anderem befindet sich hier die Kerzenkapelle.
Gedenkkreuz Jenschatz: Das Gedenkkreuz für Michael Jenschatz (Jaunstein) befindet sich ca. 50 Meter abseits der B56 zwischen Gaas und Moschendorf.
Kapellen: Beim Aufgang (Loderberg) zur Wallfahrtskirche Maria Weinberg befinden sich insgesamt 3 Kapellen.
Kerzenkapelle: Auf dem denkmalgeschützten Friedhof von Gaas, Maria Weinberg, befindet sich die sogenannte Kerzenkapelle. Diese birgt einen Altar mit einer Kreuzigungsgruppe (17. Jahrhundert). Unterhalb der Kapelle befindet sich die Beinkammer, in die Knochen geworfen wurden, welche bei der Neuanlegung von Gräbern zum Vorschein kamen.
Kriegerdenkmal: Das Kriegerdenkmal auf dem denkmalgeschützten Friedhof in Gaas - Maria Weinberg erinnert an die Gefallenen im I. und II. Weltkrieg. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Weinberg und der Kerzenkapelle.
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt in Maria Weinberg ist unter der ObjektID: 28529 denkmalgeschützt. Am Hang des Kulmer Waldes, an der Stelle der 1221 genannten Burg Kertes. Gründungsdatum (womöglich als Burgkapelle) laut Chronogramm im Chor 1155. Wiederaufbau des oberen Turmgeschoßes nach Einsturz 1777.
Zollhäuschen: Das Zollhäuschen befindet sich ca. 50 Meter abseits der B56 zwischen Gaas und Moschendorf, auf der Straße Richtung Szentpeterfa (Ungarn).

Disclaimer

Einige Texte sind von der freien Wikipedia kopiert und angepasst worden. Die allermeisten Bild- und Mediendateien sind aus eigener Quelle und können auf Anfrage für eigene Webseiten verwendet werden. Sollten sich dennoch Bild- oder Mediendateien auf dieser Seite finden, welche einen Copyright unterliegen, so bitte ich um Verständigung per Email guenter.nikles@gmx.at, damit ich einen Copyright-Vermerk bzw. Weblink anbringen kann, bzw. auf Wunsch die Bild- oder Mediendateien löschen kann.

Kontakt

Bevorzugte Kontaktaufnahme ist Email.

Telefon: 0680/5509998
Telefax: 03322/44384
Email: guenter.nikles@gmx.at
Website: www.nikles.net

Günter Nikles,
Josef Reichl-Straße 17a/7,
A-7540 Güssing, Österreich