Götsch

Die Ortschaft Götsch wurde erstmals 1262 urkundlich erwähnt. Der Hotter östlich von Apetlon an der heutigen Götschlacke umfaßte Gebiete von Apetlon und Pamhagen. Nach dem Jahr 1362 wird die Siedlung nicht mehr genannt.

Apetlon: Ende des 13. Jahrhunderts war Apetlon im Besitz der Erben des Adeligen von Götsch (Keych), Micha (Nikolaus). 1318 klagten Nikolaus, der Sohn des Lampert, und Micha, Sohn des Nikolaus, "nobiles de Keych". vor König Karl, dass ihr Besitz Vytézfelde, zwischen Götsch (Keych) und Tard (Tord) gelegen, von Banus Stephan, dem Bruder des Banus Nikolaus von Mayad (Sankt Margarethen) aus der Familie der Gutkeled gewaltsam besetzt worden war. Banus Stephan habe dem Ort den Namen Bánfalva, Dorf des Banus, gegeben. Die Götsch forderten ihren Besitz zurück und bekamen ihn auch zugesprochen, mit Ausnahme eines Grundstückes von 50 Joch und drei Fischstellen am Neusiedler See, die von den Vorfahren der Götsch dem Kloster Chatar übertragen worden waren. Später nannten sich die Götsch "Herren von Patly (=Pöttelsdorf)". Die drei Söhne des Johann von Pöttelsdorf starben ohne Erben. Ihr Besitz war sehr umfangreich: Apetlon, Oberillmitz, Bikifölde (Wüstung bei Eisenstadt), Martenhofen und Tard (beides Wüstungen bei Apetlon), Besitzanteile in Pöttelsdorf, Steinbrunn, Zemendorf, Antau und Neusiedl am See. 1410 übertrug König Sigismund alle Güter der Pöttelsdorfer seinen Günstlingen, den Kanizsai, für 3052 Goldgulden. Vorübergehend waren die Besitzungen der Kanizsai von Johann von Rozgonyi besetzt. Auf dem Reichstag von Stuhlweißenburg (Székesfejérvár im Königreich Ungarn) 1446 mussten sie diese wieder herausgeben. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts fielen die Kanizsai in Ungnade, Apetlon und Illmitz wurden der Herrschaft Eisenstadt angeschlossen. Diese befand sich damals schon im Besitz der Habsburger, 1515 scheint Apetlon bereits im Eisenstädter Urbar auf.

Vermutlich wurde der Ort zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch eine Überschwemmung zerstört und verlegt. Mündlich ist überliefert, dass die ursprüngliche Siedlung "am Don (=Dorn)", etwa 1 1/2 km westlich des heutigen Dorfes lag. Dieser Platz wird heute noch "Häusergstätten" genannt.

Auch die zerstörten oder verlassenen Gemeinden der Umgebung, Altdorf, auch Fischldorf, Haberndorf, Katzendorf (auch Machkad oder St. Georgen am See), Krottenthal (auch Königstal), Lehndorf, Lobl (auch Michldorf), Martenhofen (auch Mortunhaza), Mühldorf, Pahlendorf, Pfintztagsmarkh, Schwarzlacken, See, St. Jakob (auch Urkon), Tard, Unterillmitz, Vogeldorf, Vytézfölde, Zatschen und Zitzmannsdorf wurden nicht wieder errichtet.



Aufgegebene Siedlungen (Wüstungen) im Seewinkel, die im Laufe der Zeit verödeten und heute von der Landkarte verschwunden sind. Blau: Durch Seespiegelschwankungen und wirtschaftliche Krisen verödet. Rot: Durch den Türkenkrieg (1529) oder wirtschaftliche Krisen zuvor schon verödet.

Foto beim Aussichtsturm in Apetlon, beim Stall der Graurinder und Büffel (www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at).

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