Zitzmannsdorf

Der Ort Zitzmannsdorf (Zythmanndorf) zwischen Weiden am See und Podersdorf am See wurde 1529 von türkischen Einheiten auf deren Vormarsch Richtung Wien zerstört. Die zerstörte Ortschaft wurde nicht wieder errichtet. Jedoch geben eingefasste Quellen heute noch Zeugnis der damaligen Zeit. Der Name blieb als Riedbezeichnung, Zitzmannsdorfer Wiesen, die Reste der Bauernhäuser sind längst nicht mehr vorhanden, aber als Unebenheiten in der Natur noch erkennbar. In der Nähe der Zitzmannsdorfer Wiesen befand sich die Siedlung See. Die ca. 400 ha große Zitzmannsdorfer Wiesen wurde 1926 zum ersten Naturschutzgebiet des jungen Burgenlandes ernannt Diese erstrecken sich entlang des Nordostufers des Neusiedler Sees. Seit dem Jahr 1993 bilden sie einen Teil der Bewahrungszone des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel. Das Gebiet zwischen dem Seedamm und der Landesstraße Richtung Podersdorf am See weist eine Seehöhe zwischen 118 Meter im Westen und 124 Meter im Osten auf.

Auch die zerstörten oder verlassenen Gemeinden der Umgebung, Altdorf, auch Fischldorf, Götsch, Haberndorf, Katzendorf (auch Machkad oder St. Georgen am See), Krottenthal (auch Königstal), Lehndorf, Lobl (auch Michldorf), Martenhofen (auch Mortunhaza), Mühldorf, Pahlendorf, Pfintztagsmarkh, Schwarzlacken, See, St. Jakob (auch Urkon), Tard, Unterillmitz, Vogeldorf, Vytézfölde und Zatschen wurden nicht wieder errichtet.

Heute erinnert noch die Florianikapelle zwischen Weiden am See und Podersdorf an den damaligen Standort der Ortschaft Zitzmannsdorf.

Radwege: Der Neusiedler See Radweg (B10) führt durch die Zitzmannsdorfer Wiesen.



Aufgegebene Siedlungen (Wüstungen) im Seewinkel, die im Laufe der Zeit verödeten und heute von der Landkarte verschwunden sind. Blau: Durch Seespiegelschwankungen und wirtschaftliche Krisen verödet. Rot: Durch den Türkenkrieg (1529) oder wirtschaftliche Krisen zuvor schon verödet.

Foto beim Aussichtsturm in Apetlon, beim Stall der Graurinder und Büffel (www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at).

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