Mönchhof

Mönchhof (ungarisch Barátudvar, Baráfalu, Baráfalva) ist eine Gemeinde mit 2255 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Mit dem Kneippkurhaus ist Mönchhof auch ein Kurort. Mönchhof ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte: Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Barátfalu. Vor etwa 800 Jahren besiedelten Zisterziensermönche aus dem Stift Heiligenkreuz das Gebiet um das heutige Mönchhof. Sie machten das Land, das zuvor meist Sumpflandschaft war, urbar. Im Jahre 1217 schenkte ihnen König Andreas II. von Ungarn das ehemalige Petschenegengut Leginthov als immerwährenden Besitz. Die Schenkungsurkunde von 1217 erwähnt die Gemeinde Mönchhof erstmals unter dem Namen Leginthov.

Der Ortsname leitet sich von der Zugehörigkeit zu Heiligenkreuz ab. Das Gebiet befand sich von 1648 bis 1920/21 in ungarischer Verwaltung, und zwar als Teil des Komitats Moson. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde im Jahr 1919 Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen.

Als wirtschaftliche Basis der Gemeinde gilt traditionell der Weinbau. Angefangen mit den Initiativen der Zisterziensermönche, die ihr Wissen aus Burgund über Heiligenkreuz nach Mönchhof brachten, gilt der Ort als die älteste Weinbaugemeinde Österreichs. Mit dem Zisterzienserinnenkloster Marienkron, das 1955 von Schwestern aus dem Kloster Seligenthal auf vom Stift Heiligenkreuz geschenktem Grund entstand, hat die Großgemeinde ein geistiges und gesundheitliches Zentrum gefunden, das weit über die Ortsgrenzen ausstrahlt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Befestigungsanlage: ObjektID: 6034, Kirchenplatz, die Befestigungsanlage stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Sie ging ursprünglich weiter Richtung Westen und verlief um das gesamte Areal der Kirche. Heute ist sie noch auf der Südseite des Kirchhügels erhalten. Das Zwickelmauerwerk mit Schießscharten ist inhomogen und abschnittsweise erneuert. An der Außenseite ist die Mauer verputzt und durch schräge Stützen abgestützt. Der Kirchenplatz wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch eine westlich verlaufende Mauer abgetrennt, Das schmiedeeiserne Gitter des Zugangstores stammt aus dem Jahr 1847.
Cholerakapelle (Kreuzkapelle): ObjektID: 6031, Sandhöhe, die Kapelle wurde 1838 errichtet, der Turm wurde 1861 angebaut.
Dorfmuseum Mönchhof: Das Dorfmuseum befindet sich in der Bahngasse 62 in 7123 Mönchhof. Die ehemals kleine Privatsammlung von Josef Hauben­wallner ist in den letzten 20 Jahren zu einem großen regionalen Freilichtmuseum ausgebaut worden. Es gibt Einblick in die dörflichen Alltage und das bäuer­liche Leben im Heideboden ab der Zeit um 1890 bis in die 1960er Jahre.
Ehemaliges Kloster: ObjektID: 6030, Kirchenplatz 1, ein zweigeschoßiger, zweiflügeliger Bau, der ab 1729 errichtet wurde.
Figurenbildstock Heiliger Wandel: ObjektID: 6041, Raiffeisenplatz, eine barocke Steinfigurengruppe auf einer toskanischen Säule.
Friedhofskreuz: ObjektID: 6039, das steinerne Friedhofskreuz mit schöner Pietà ist mit 1773 bezeichnet. Sein Sockel zeigt ein Relief des Fegefeuers.
Granarium: ObjektID: 6033, Kirchenplatz 3, der zweigeschoßige Speicherbau mit Krüppelwalmgiebel stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Jakobsweg: Durch Mönchhof führt der von Frauenkirchen kommende und bis zur Einbindung in den Jakobsweg Österreich in Haslau-Maria Ellend überwiegend im Burgenland verlaufenden Jakobsweg Burgenland.
Kellerviertel Sandhöhe
Kreuzsäule: ObjektID: 6042, die Kreuzsäule an der Straße nach Gols ist mit 1722 bezeichnet.
Lichtsäule: ObjektID: 6035, Sandhöhe, ein Bildstock aus dem 15. Jahrhundert beim Kreisverkehr zur Sandhöhe. Ein Vierkantpfeiler mit Steinhelm und Tabernakel, in dem sich eine kleine Engelsfigur befindet.
Lichtsäule: ObjektID: 6036, bei Bahngasse 16, ein Tabernakelpfeiler mit Pyramidenhelm aus dem Jahr 1622.
Lindtnerkreuz: ObjektID: 6040, Kirchenplatz, Beschriftung: Gewidmet anlässlich der tausendjährigen Jubelfeier Ungarns von Jakob und Anna Lindtner 1896.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 6037, eine Trinitasgruppe auf einem Vierkantpfeiler mit Schuppenornament; datiert mit 1714.
Pfarrkirche Mönchhof: Kath. Pfarrkirche hl. Magdalena, ObjektID: 6029, Kirchenplatz 1, nachdem die Vorgängerkirche, die urkundlich 1240 erwähnt wurde, beim Türkenkrieg 1683 zerstört wurde, erfolgte ein barocker Neubau in den Jahren 1729 bis 1734. Die Einrichtung stammt aus der Bauzeit. Der Hochaltar wurde von Elias Hügel, der auch die Bauleitung des Kirchenbaues innehatte, errichtet. Das Hochaltarbild ist ein Werk von Martino Altomonte.
Wegkreuz: ObjektID: 6038, das Wegkreuz mit übertünchter Inschrift stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht nahe der Bahnlinie.
Wegkreuz: ObjektID: 6043, Am Kurzberg, der Vierkantpfeiler mit Schuppenornament und Steinkreuz stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er steht in den Weinbergen nordwestlich des Ortes.
Wehrturm: ObjektID: 6032. Hauptgasse, ein quadratischer Turm mit der Inschrift 1669; vermutlich der Rest der ehemaligen Pfarrkirche.
Zisterzienserinnenkloster Marienkron: Das Kloster Marienkron befindet sich in der Klostergasse 3 in 7123 Mönchhof und wurde 1955 von Heiligenkreuz als Gebetsstätte am Eisernen Vorhang gegründet. 1991 wurde Marienkron zur Abtei erhoben.

Persönlichkeiten:
Elias Hügel (1681–1755), Bildhauer und Kirchenbaumeister des Barock; er schuf auch den Hochaltar der örtlichen Pfarrkirche
Jakob Mädl (1896–1978), Hauptschuldirektor und Politiker
Rosaria Golsch (1926–2003), Zisterzienserin, Gründeräbtissin der Abtei Marienkron
Josef Huber (* 1956), Fußballspieler
Thomas Polz, Mitstreiter für ein deutsches Burgenland, (Gedenktafel in Mönchhof)

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