Neumarkt im Tauchental

Der Ort Neumarkt im Tauchental ist ein Ortsteil von Stadtschlaining. Durch Neumarkt fließt der Graben von Neumarkt und der Tauchenbach.

Neumarkt im Tauchental ist ein Schmalangerdorf südlich von Stadtschlaining. Von der katholischen Pfarrkirche hl. Nikolaus erstreckt sich westlich ein Anger. Im Süden des Angers sind eine Reihe von Streckhöfen mit Walmgiebel. In der Scheidestraße ist eine Gruppe von Streckhöfen und Hakenhöfen.

In Neumarkt im Tauchental befindet sich ein Kulturlehrpfad. Zu Neumarkt gehört der Ortsteil Dornau.

Geschichte: Die erste chronistische Erwähnung war 1289 mit der Bezeichnung Niclastuern, die erste urkundliche Erwähnung 1325 mit Kedhel. Der Ort ist eine alte deutsche Siedlung. Im 16. Jahrhundert siedelten auch Kroaten zu.

Römerfunde: Zu den berühmtesten Römerfunden des Burgenlandes zählen die in der römischen katholischen Pfarrkirche von Neumarkt im Tauchental eingemauerten Inschrift- und Reliefsteine. Sie wurden bereits 1534 von Apianus, 1566 von Wolfgang Lazius und 1757 in den kanonischen Visitationsprotokollen beschrieben sowie 1873 im Corpus Inscriptionum Latinarum (Band 3, Nummer 5056) publiziert: Familiengrabstein aus weißem Marmor (155 x 70), in der Nische mit den überlebensgroßen Brustbildern von einem Mann in römischen und zwei Frauen in einheimischer keltischer Tracht. Aufgrund der Mode der dargestellten Personen wird eine Datierung auf 150 – 160 nach Christus vorgenommen. Eine dazu gehörende Grabinschrift weist auf eine Abstammung aus dem keltischen Adel hin. Die Darstellung einer Weintraube liefert den Beweis für den Weinbau in dieser Region in der Römerzeit. Weitere Grabhügel der norisch–panonischen Hügelgräberkultur in der Nähe von Drumling und Goberling sowie römischen Tongefäßscherben, Dachziegelbruchstücke, ein Säulenschaft und Eisenschlacke aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus auf den Heiligenbrunnfeldern bei Altschlaining unterstreichen die Bedeutung dieser Region im Vorfeld von Savaria. Text: K. Kaus, Schlackenplätze – Hügelgräber – Römersteine. In: Festschrift zur Stadterhebung der Stadtgemeinde Schlaining (1992).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bildstock Hl. Dreifaltigkeit: errichtet um 1850.
Ehem. Gasthof: ObjektID: 8534, seit 2012, großer dreiseitiger Bau mit Hof in der Ortsmitte.
Friedhofskapelle: ObjektID: 8532, die Friedhofskapelle hinter der Pfarrkirche an der Spitze des Hügels wurde 1849, nach dem Erlöschen einer Choleraepidemie errichtet.
Kath. Pfarrkirche, hl. Nikolaus: ObjektID: 8531, die Pfarrkirche wird im Jahre 1438 urkundlich genannt und hat einen gotischen Chor aus dem 15. Jahrhundert, das Kirchenschiff ist barockisiert. Im massiven Untergeschoss des hohen Westturmes werden Reste des Mauerwerkes der 1289 erwähnten Wehrkirche Niklasturm angenommen, das Obergeschoss mit Zwiebelhelm ist aus dem Jahre 1788. Am Kirchturm sind Römersteine mit bemerkenswerten Reliefs. Im Jahre 1975 wurde nordseitig eine Aufbahrungshalle angebaut. Der Hochaltar aus den Jahren 1744/1745 wurde vom Tischler Johann Vogler aus Rechnitz geschaffen. Die Figuren sind vom Bildhauer Joseph Rast aus Steinamanger, die Fassung ist vom Maler Gabriel Schilram aus Steinamanger. Der hinter der Kirche liegende Alte Friedhof mit Bruchsteinmauer und einer Stiege aus dem Jahre 1756 beinhaltet ein Epitaph von Joseph und Katharina Kaldy. Im Jahre 1849 wurde im Ort ein Neuer Friedhof mit einer Friedhofskapelle errichtet.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal befindet sich unterhalb der Kirche. Vor einer rechtwinkeligen niederen Wand, beschriftet mit den Worten PAX PEACE MIR FRIEDE SCHALOM steht ein Würfel mit Namenstafeln und daneben die Statue eines auf ein Gewehr gestützten Soldaten.
Triftkreuz: geweiht 1958, Spenderin Gisela Fuchs.

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